Salzburg ruft 4,5 Millionen für Kinderbetreuung nicht ab

Das Bundesland Salzburg hat Bundesmittel in Höhe von 4,5 Millionen Euro für Kinderbetreuung nicht abgerufen. Besonders im Pinzgau sind viele Betreuungsplätze für Kleinkinder nicht mit Vollzeitarbeit vereinbar, so die Statistik Austria.
Das Bundesland Salzburg hat in den vergangenen Jahren Bundesmittel in Höhe von 4,5 Millionen Euro für Kinderbetreuung nicht abgerufen. Das zeigt eine Anfragebeantwortung im Landtag. Die Gelder wären für bessere Betreuungsschlüssel und längere Öffnungszeiten vorgesehen gewesen.
Besonders im Pinzgau sind viele Betreuungsplätze für 0- bis 2-Jährige nicht mit einer Vollzeitbeschäftigung vereinbar, wie Daten der Statistik Austria zeigen. Der Grüne Landtagsabgeordnete Simon Heilig-Hofbauer kritisiert: „Andere Bundesländer schaffen Ausschöpfungsgrade von 100 Prozent. Da fehlt der politische Wille.“
FPÖ verweist auf Gemeinden
Die freiheitliche Landtagsabgeordnete Karin Berger weist die Kritik zurück. Marlene Svazek setze als Ressortzuständige alles daran, die Ausbildung und das Platzangebot zu verbessern, so Berger. Die zuständige Regierungspartei FPÖ spielt den Ball an die Gemeinden weiter. Diese müssten mitzahlen, um Förderungen zu bekommen.
Gemeindeverband fordert Reform
Gemeindeverbandspräsident Manfred Sampl (ÖVP) sieht das Problem vor allem in der Kofinanzierung. Die Gemeinden müssten mitfinanzieren, um manche Bundesförderungen zu bekommen. „Die finanzielle Situation vieler Gemeinden ist bekannt und die Mittel waren gerade in den Jahren 2024 schwer aufzubringen“, erklärt Sampl.
Der Gemeindeverband fordert deshalb unter anderem, die Kofinanzierung zu reformieren.
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