Salzburg schult Betriebe im Umgang mit Demenz

Pia ProdingerPia Prodinger
© SHVETS production / Pexels (Symbolbild)

Die Stadt Salzburg investiert jährlich 30.000 Euro in Demenzberatungen für Unternehmen und Behörden. Pro erkrankter Person seien etwa zehn Menschen im Umfeld mitbetroffen, so die städtische Demenzberatung.

Die Landeshauptstadt Salzburg bietet Schulungen für den Umgang mit Demenzkranken an – nicht nur für Angehörige, sondern gezielt auch für Unternehmen und Behörden. Roswitha Moik-Hotter von der städtischen Demenzberatung begründet dies mit der steigenden Zahl an Betroffenen: „Man darf nicht vergessen: Die Erkrankung eines Menschen beschäftigt wirklich das gesamte Umfeld – nicht nur die Familie.“ Pro erkrankter Person seien rund zehn Personen mitbeschäftigt. Als Hauptgrund für die Zunahme nannte sie die Überalterung der Gesellschaft.

Polizei, Banken und Hörtechniker werden geschult

Ulrich Gsenger vom Salzburger Diakoniewerk führt die Beratungen im Auftrag der Stadt durch. Zu seinen Kunden zählen die Polizei, Bankangestellte und Hörtechniker. Die Herausforderungen seien vielfältig: „Zum Beispiel bei der Bank geht es ganz viel darum: Wie kommuniziere ich? Wie gehe ich mit einem Klienten um, der alle drei Minuten hereinkommt und sagt, dass er kein Geld mehr am Konto hat und durchdreht.“

Bei Hörgeräteakustikern stünden andere Fragen im Vordergrund, so Gsenger: „Wie mache ich einen Ohrenabdruck? Wie berühre ich Demenzkranke?“ Die Stadt stellt für diese Beratungsangebote jährlich 30.000 Euro bereit.

Demenzwoche mit Veranstaltungen geplant

In der kommenden Woche will die Landeshauptstadt mit der Salzburger Demenzwoche unter dem Titel „Konfetti im Kopf“ für einen einfühlsamen Umgang mit der Erkrankung werben. Verschiedene Veranstaltungen sollen das Bewusstsein für die Thematik schärfen.

Quelle: https://salzburg.orf.at/stories/3370544/

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