Salzburg siegt 3:0 in Innsbruck – Austria gelingt Befreiungsschlag

Red Bull Salzburg hat bei der WSG Tirol mit 3:0 gewonnen und bleibt in der Bundesliga ungeschlagen. Auch die Wiener Austria feierte mit einem 2:0 in Hartberg den ersten Saisonsieg in der Meisterschaft.
Nach dem 3:3 in der Europa-League-Qualifikation bei Pafos hat Red Bull Salzburg in der Bundesliga nachgelegt. Die Mannschaft von Trainer Danny Röhl besiegte die WSG Tirol am Wochenende mit 3:0 und verbesserte damit die Offensivbilanz deutlich. In den jüngsten beiden Pflichtspielen gelangen den Salzburgern jeweils drei Treffer.
„Es sind sechs Spiele absolviert, es sieht ganz ordentlich aus“, zog Röhl Bilanz. In der Tabelle liegen nur Rapid und der LASK vor den Salzburgern. Das Führungsduo ist nach drei Runden noch makellos und hat zwei Punkte mehr als die unbesiegten Verfolger Salzburg und Sturm Graz.
Doppelschlag bringt frühe Entscheidung
Karim Konate brachte Salzburg in der 15. Minute nach einem Konter in Führung. Nur zwei Minuten später erhöhte Frans Krätzig per Abstauber auf 2:0. Sota Kitano setzte in der 70. Minute den Schlusspunkt.
„Wir kriegen die Ergebnisse auf unsere Seite. Da ist ein Spirit, der gerade entsteht“, sagte Krätzig nach der Partie. Der Linksverteidiger betonte, dass sich das Team aktuell rund anfühle, auch wenn man sich in manchen Situationen noch souveräner verhalten müsse.
Zawieschitzky hält Elfmeter
Eindeutig war die Begegnung allerdings nur vom Ergebnis her. Die Tiroler hatten mehrere Topchancen, darunter einen Elfmeter von Lukas Hinterseer in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit. Salzburg-Tormann Christian Zawieschitzky parierte. „Es war ein komischer Anlauf von ihm, deshalb bin ich länger stehen geblieben. Gott sei Dank hat es funktioniert“, erklärte der Keeper.
Röhl sprach von einem „Sieg mit Licht und Schatten“ und ortete Verbesserungspotenzial. „Zur Halbzeit hätte es auch 6:3 stehen können, das war mir hinten einen Ticken zu offen“, kritisierte der Trainer. Weniger Ballverluste und mehr Spielkontrolle forderte er für die kommenden Aufgaben.
Play-off-Hinspiel in Schweden steht bevor
Am Donnerstag wartet auf Salzburg das EL-Play-off-Hinspiel bei Mjällby in Schweden. Der Club ist nach 16 Partien Elfter in der schwedischen Liga, zeigte aber am Samstag mit einem 4:3 nach 0:3-Pausenrückstand gegen Leader Sirius Moral. „Wir sind auf jeden Fall Europa-League-reif. Dafür müssen wir aber den nächsten Gegner bezwingen. Es warten zwei sehr schwere Spiele“, prognostizierte Röhl.
Die WSG Tirol hat nach der zweiten Niederlage erst einen Punkt auf dem Konto und ist am 28. August in Lustenau wieder im Einsatz. Trainer Philipp Semlic sah „sehr viel Gutes“ im Spiel seiner Mannschaft und zeigte sich noch nicht nervös. Er rechnet mit weiteren Verstärkungen durch den Sportdirektor. Im Raum steht etwa die Rückkehr des vereinslosen Matthäus Taferner.
Austria schreibt erstmals an
Die Wiener Austria feierte mit einem 2:0 in Hartberg den ersten Saisonsieg in der Bundesliga. Nach den Erfolgen in der Conference-League-Qualifikation gelang der Mannschaft von Stephan Helm damit ein Befreiungsschlag. Die Favoritner gaben die Rote Laterne an die Hartberger weiter.
„Ich bin sehr froh, dass wir in der Bundesliga anschreiben konnten“, sagte Helm. Der Trainer hatte im Vergleich zum 120-minütigen Kampf plus Elfmeterschießen gegen Beitar Jerusalem sieben Änderungen in der Startelf vorgenommen. „Es ist eine Challenge, wenn du vor drei Tagen so ein emotionales Hoch hast, die Spannung wieder aufzubauen“, erklärte er.
Daniel Nnodim erzielte das Führungstor für die Austria. Der 18-Jährige ist in Wien aufgewachsen und violettes Eigengewächs, besitzt aber auch die deutsche Staatsbürgerschaft. Entscheidungen stehen an: für welches Land er spielen will und ob er seinen Vertrag bei der Austria verlängert.
Am Donnerstag reist die Austria zum Play-off-Hinspiel nach Braga. Hartberg wartet dagegen weiter auf das erste Erfolgserlebnis. Nach Spielen gegen Salzburg, Sturm und Austria stehen null Punkte und null Tore zu Buche. „Wir hätten uns nach diesen drei Spielen alle mehr erwartet“, sagte Coach Markus Schopp. Er ärgerte sich, dass seine Mannschaft in vielen Bereichen zu naiv agiert habe.
Quelle: APA
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