Salzburg siegt in Schweden durch Eigentor in Nachspielzeit

Red Bull Salzburg hat sich im Play-off-Hinspiel zur Europa League eine gute Ausgangslage verschafft. Gegen den schwedischen Meister Mjällby AIF gewannen die Salzburger auswärts mit 1:0 – der entscheidende Treffer fiel erst in der Nachspielzeit durch ein Eigentor.
In der Strandvallen-Arena in Sölvesborg lieferten sich die Salzburger und Mjällby AIF am Donnerstag einen intensiven Kampf. Vor 3.079 Zuschauern entwickelte sich eine Partie mit wechselndem Momentum und zahlreichen Torchancen auf beiden Seiten.
Dominik Schmid hatte in der Anfangsphase die besten Gelegenheiten für die Gäste, die über 70 Prozent Ballbesitz verzeichneten. In der 25. Minute scheiterte er nach einer Hereingabe von Damir Redzic, eine Minute später parierte Mjällby-Torhüter Wallinder erneut stark gegen den Schweizer.
Schweden mit Chancenserie nach der Pause
Kurz vor der Halbzeit rettete Schmid defensiv mit einem Sprint, bevor Redzic nach einem starken Dribbling an Wallinder scheiterte. Praktisch mit dem Pausenpfiff blockte Kevin Boma einen gefährlichen Abschluss der Hausherren.
Die zweite Hälfte begann mit einer Druckphase der Schweden. Zwischen der 49. und 51. Minute vergaben Nielsen, Kjaer und Lindberg drei Großchancen in Serie. In der 61. Minute traf der mitaufgerückte Innenverteidiger Pettersson nach einem Eckball die Querlatte.
Auf der Gegenseite verpasste Haris Tabakovic in der 65. Minute eine scharfe Flanke von Eddy Baidoo nur knapp. In der 78. Minute traf Miettinen per Kopf das Außennetz, zwei Minuten später landete ein Kopfball von Baidoo in den Armen des Torhüters.
Eigentor bringt die Entscheidung
In der ersten Minute der Nachspielzeit fiel die Entscheidung: Bei einer flachen Hereingabe drückte Mjällby-Verteidiger Pettersson den Ball vor dem einschussbereiten Sota Kitano ins eigene Tor.
Trainer Danny Röhl zeigte sich nach dem Spiel kritisch: „Für etwa 25, 30 Minuten haben wir hervorragend gespielt und uns Riesen-Torchancen erarbeitet. Dann kamen zwei, drei Momente, durch die wir aus unserer Dominanz ein 50/50-Spiel gemacht haben.“ Er betonte, dass für große Ziele mehr kommen müsse.
Nikolas Veratschnig ergänzte: „Wir sind natürlich glücklich, dass wir in allerletzter Sekunde noch das Tor gemacht haben, aber mit der Performance sind wir nicht sonderlich zufrieden.“
Das Rückspiel findet am 27. August in Salzburg statt. Nicht einsatzbereit waren Enrique Aguilar (Unterarm), Soumaila Diabate (Oberschenkel), Gaoussou Diakite (Oberschenkel) und Johannes Moser (Adduktoren). Frans Krätzig fällt mit einer Oberschenkelverletzung für längere Zeit aus.
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