Salzburg siegt in Schweden – Röhl fordert Steigerung

Red Bull Salzburg hat das Play-off-Hinspiel zur Europa League bei Mjällby AIF mit 1:0 gewonnen. Trotz des Last-Minute-Erfolgs zeigten sich Trainer Danny Röhl und die Mannschaft unzufrieden mit der Leistung.
Die Salzburger haben am Donnerstag das Hinspiel im Play-off zur Fußball-Europa-League beim schwedischen Sensationsmeister von 2025, Mjällby AIF, mit 1:0 gewonnen. Doch die Freude über den späten Erfolg hielt sich in Grenzen. Trainer Danny Röhl stellte klar: „Ergebnis ja, die Performance müssen wir verbessern.“ Mit kritischer Haltung verließen die „Bullen“ Schweden.
In Südschweden entwickelte sich eine Partie der zwei Gesichter. Zunächst dominierte Salzburg, konnte die Überlegenheit aber nicht in Tore ummünzen. Nach der Pause kam Mjällby besser ins Spiel und erspielte sich sogar die klareren Möglichkeiten. Innenverteidiger Tom Pettersson traf nach einer Stunde per Kopf die Latte – und verschuldete in der Nachspielzeit das entscheidende Eigentor.
Konate erzwingt späten Siegtreffer
Karim Konate, der Salzburg bereits gegen Hartberg spät zum Bundesliga-Auftaktsieg geschossen hatte, erzwang den einzigen Treffer mit einem Energieanfall. Es war der fünfte Sieg im siebenten Pflichtspiel unter Röhl. „Es ist nicht das erste Spiel, das wir spät entscheiden, sondern das dritte. Das spricht für das Team“, sagte der Sachse. Dennoch müsse man in der kritischen Haltung bleiben: „Das kann nicht unser Anspruch sein.“
Mjällby, das nach dem Titelgewinn mittlerweile 22 Punkte hinter der Spitze im unteren Tabellenmittelfeld liegt, präsentierte sich gut organisiert, aber fußballerisch limitiert. Salzburg war von Beginn an tonangebend, ließ den Gegner aus dem Fischerdorf nach dem Seitenwechsel aber überraschend ins Spiel kommen. Man habe „aus der Dominanz ein 50:50-Spiel gemacht“, stellte Röhl kopfschüttelnd fest. „Das ist nicht gut genug. Da müssen wir besser werden.“ Er deutete Versäumnisse im Pressingverhalten an: „Kontrolle schaffst du nur mit einem guten Netz.“
Kapitän und Goalie üben Selbstkritik
Mannschaftskapitän Nikolas Veratschnig übte ebenfalls Selbstkritik. „Sicher sind wir glücklich, dass wir in allerletzter Sekunde noch das Tor gemacht haben. Aber mit der Performance sind wir nicht so zufrieden“, sagte er. In der Kabine sei bereits besprochen worden, dass dies nicht die Messlatte sein sollte. Warum es nach dem guten Start nicht geklappt habe, wisse er nicht. „Ich hatte das Gefühl, der letzte Pass hat gefehlt.“
Torhüter Christian Zawieschitzky analysierte aus seiner Perspektive: „Wir haben den Gegner zu oft eingeladen. Bei Ballverlusten hatten sie die Möglichkeit, sehr schnell unser Tor anzugreifen.“ Der 19-Jährige feierte sein viertes Zu-null-Spiel in der noch jungen Saison. Er weiß, dass im Rückspiel noch Arbeit wartet. Bis dahin hat Salzburg Pause – das Ligaduell vom Wochenende mit Rapid wurde auf Antrag der Wiener verschoben. „Wir müssen im Rückspiel unsere Aufgaben erledigen, nicht künstlich irgendwas Neues erfinden. Das, was wir immer tun – und mit Spaß Fußball spielen“, meinte Zawieschitzky.
Quelle: APA
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