Salzburg startet Offensive für E-Scooter-Sicherheit
Land Salzburg und Polizei informieren ab sofort gemeinsam über verschärfte Regeln für E-Scooter. Die Initiative „Salzburg rollt sicher“ soll Unfälle verhindern und auf Neuerungen in der Straßenverkehrsordnung aufmerksam machen.
Land Salzburg und Polizei haben eine gemeinsame Informationskampagne zu den neuen E-Scooter-Regelungen gestartet. Unter dem Motto „Salzburg rollt sicher“ wollen die Verantwortlichen über die seit 1. Mai 2026 geltenden Vorschriften aufklären und damit Verstößen sowie Unfällen vorbeugen.
Landeshauptfrau-Stellvertreter Stefan Schnöll begründet die Initiative mit anhaltenden Problemen: „Wir lesen seither immer noch, dass jemand betrunken, ohne Helm oder zu zweit und viel zu schnell auf einem E-Scooter unterwegs ist. Diese Menschen gefährden sich und andere Verkehrsteilnehmer.“ Die Kampagne solle Klarheit schaffen und präventiv zu mehr Verkehrssicherheit beitragen.
Verschärfte Vorschriften seit Mai
Die neuen Regelungen umfassen mehrere zentrale Punkte: Eine 0,5-Promille-Grenze gilt nun auch für E-Scooter-Fahrer. Alle Fahrzeuge müssen mit Blinker und akustischem Signal wie Klingel oder Hupe ausgestattet sein. Die Helmpflicht wurde auf Personen bis 16 Jahre ausgeweitet, wobei auch älteren Fahrern das Tragen eines Helms empfohlen wird.
Zudem ist eine Bremse zwingend vorgeschrieben, und die Mitnahme weiterer Personen ist verboten.
Dramatischer Anstieg bei Unfallzahlen
Landespolizeidirektor Bernhard Rausch betont den präventiven Ansatz der Offensive: „Unser Ziel ist nicht, möglichst viele Verstöße zu ahnden, sondern möglichst viele Unfälle zu verhindern.“ Wer die Regeln kenne und einhalte, trage aktiv zu mehr Sicherheit bei.
Die Unfallstatistik unterstreicht die Dringlichkeit: Laut Statistik Austria verunglückten 2025 in Salzburg 215 Personen bei E-Scooter-Unfällen. Im ersten Quartal 2026 – also in Jänner, Februar und März – waren es bereits 317 Personen.
Informationsmaterial für Gemeinden
Auf der Website www.salzburg.gv.at/e-scooter werden die neuen Bestimmungen verständlich erläutert. Das Land stellt allen Gemeinden außerdem Grafikdateien zur Verfügung, die in Gemeindezeitungen oder auf Websites verwendet werden können.
Land Salzburg und Polizei werden die Kampagne auch über soziale Medien verbreiten. Schnöll ruft zur Unterstützung auf: „Wir freuen uns über jeden und jede, der oder die unseren Appell teilt und sich für ‚Salzburg rollt sicher' einsetzt.“
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