Salzburg und Tirol unterstützen Ludwigs Gastpatienten-Plan

Mathias FischerMathias Fischer
© . MM Dental . / Pexels (Symbolbild)

Der Wiener Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) hat eine Direktverrechnung für Gastpatienten zwischen den Bundesländern vorgeschlagen. Salzburgs Gesundheitslandesrätin Daniela Gutschi (ÖVP) und ihre Tiroler Amtskollegin Cornelia Hagele (ÖVP) signalisieren Zustimmung zu dem Vorstoß.

Daniela Gutschi (ÖVP), Gesundheitslandesrätin in Salzburg, bezeichnete den Vorschlag am Donnerstag im Ö1-„Morgenjournal“ als möglichen Weg zu mehr Kostengerechtigkeit. „Ich finde, das ist ein guter Vorschlag. Das kann ich mir sehr gut vorstellen“, erklärte sie gegenüber dem ORF.

Allerdings müsse sichergestellt werden, dass überall für die gleiche Leistung der gleiche Preis verrechnet werde. „Denn soviel ich weiß, sind in Wien in einigen Bereichen die Kosten viel höher“, so die Landesrätin. Die Gespräche über eine neue Finanzierungsform könnten bereits im kommenden Herbst beginnen.

Gutschi wies darauf hin, dass es sogar einfacher sei, Behandlungen ausländischer Patientinnen und Patienten abzurechnen als jene aus anderen österreichischen Bundesländern.

Tirol fordert faire Bezahlung

Auch in Tirol befürwortet man eine Neuaufstellung der Abrechnungen. Gesundheitslandesrätin Cornelia Hagele (ÖVP) erklärte laut Ö1 schriftlich, der Vorschlag gehe in die richtige Richtung. Wer Leistungen für Patienten und Patientinnen aus anderen Bundesländern erbringe, müsse dafür auch entsprechend bezahlt werden.

Ludwig sieht Modell als rasche Lösung

Wiens Bürgermeister Michael Ludwig hatte den Vorschlag am Dienstag präsentiert. Er betrachtet die Maßnahme als rasche Lösung, da das Modell der Gesundheitsregionen – das Ludwig wiederholt gefordert hat – derzeit von anderen Bundesländern abgelehnt werde.

Niederösterreich hatte sich dem Vorschlag bereits am Dienstag grundsätzlich „positiv“ gegenüber gezeigt. Eine leistungsbezogene Abrechnung „kann ein sinnvoller Weg sein“, hieß es seitens Niederösterreichs Landesrat Anton Kasser (ÖVP). Voraussetzung dafür sei allerdings eine Neuverhandlung des Finanzausgleichs.

Aus dem Burgenland hatte es am Dienstag geheißen, für die Finanzierung der Gastpatienten gebe es eine bestehende Regelung im Rahmen des Finanzausgleichs. Die grundsätzliche Frage der Spitalsfinanzierung müsse bei den nächsten Verhandlungen zum Finanzausgleich auf den Tisch kommen.

Quelle: APA

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