Salzburg unterstützt Wiener Gastpatienten-Vorstoß

Mathias FischerMathias Fischer
Zahnarzt mit Mundspiegel untersucht Patientin in Ordination
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Wiens Bürgermeister Michael Ludwig hat am Dienstag eine Direktverrechnung zwischen den Bundesländern bei Gastpatienten vorgeschlagen. Salzburgs Gesundheitslandesrätin Daniela Gutschi (ÖVP) zeigt sich am Mittwoch offen für den Vorschlag, so der ORF.

Der Wiener Bürgermeister präsentierte am Dienstag im Ö1-Sommerinterview einen neuen Ansatz zur Abrechnung von Gastpatienten. Ludwig befürwortet eine Direktverrechnung zwischen den Bundesländern als rasche Lösung. Das von ihm mehrfach geforderte Modell der Gesundheitsregionen stoße derzeit bei anderen Bundesländern auf Ablehnung, erklärte er.

Salzburg sieht Defizit von 100 Millionen Euro

Aus Salzburg kommt am Mittwoch Zustimmung für den Wiener Vorschlag. Gesundheitslandesrätin Daniela Gutschi (ÖVP) beziffert das derzeitige Defizit auf rund 100 Millionen Euro. Die Direktverrechnung könnte ein Weg zu mehr Kostengerechtigkeit sein, so die Landesrätin.

„Ich finde, das ist ein guter Vorschlag. Das kann ich mir sehr gut vorstellen“, sagte Gutschi. Allerdings müssten sich die Bundesländer darauf verständigen, dass überall für die gleiche Leistung der gleiche Preis verrechnet wird. In Wien seien in einigen Bereichen die Kosten deutlich höher, merkte sie an.

Die Landesrätin spricht sich dafür aus, dass die Gespräche über eine neue Finanzierungsform bereits im kommenden Herbst beginnen sollten. Dabei sollen die Bundesländer konkretisieren, wie eine Direktverrechnung in der Praxis umgesetzt werden könnte.

Quelle: https://salzburg.orf.at/stories/3366677/

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