Salzburg vereinfacht Jagdgesetz ab Jänner 2027
Das Land Salzburg passt das Jagdgesetz und die Hegeschauverordnung an. Die Neuerungen sollen Jägerinnen und Jägern weniger Bürokratie bringen, während die Kontrolle der Abschüsse weiterhin gewährleistet bleibt.
Salzburg. Eine Novelle des Salzburger Jagdgesetzes soll bestehende Abläufe vereinfachen und besser an die Praxis anpassen. Im Zentrum der Änderung steht die Abschusskontrolle bei einjährigen Rothirschen. Die verpflichtende Vorlage der Trophäe bei der Hegeschau entfällt künftig. Stattdessen werden Jährlinge in die bereits existierende Grünvorlage integriert.
Als Alternative bleibt die digitale Abschussmeldung über die Salzburger Jagd-App bestehen. Sowohl Grünvorlage als auch digitale Dokumentation reichen zur Kontrolle aus. Die Neuregelung soll zu weniger Verwaltungsaufwand für Jagdausübungsberechtigte und Hegeschauorgane führen.
Svazek: Kontrolle bleibt lückenlos
Landeshauptfrau-Stellvertreterin Marlene Svazek betont, dass gute Gesetze im Alltag funktionieren müssten und nicht mehr Aufwand verursachen dürften, als für eine verlässliche Kontrolle nötig sei. „Wir verschlanken überholte Vorgaben, vereinfachen Abläufe und sorgen gleichzeitig dafür, dass die Kontrolle weiterhin lückenlos möglich bleibt“, so Svazek.
Größere Kommissionen für schnellere Abläufe
Auch die Organisation der Hegeschau wird angepasst. Bei dieser überprüft eine fachkundige Kommission, wie die Jagd in einem Gebiet geführt wurde und ob die Abschüsse ordnungsgemäß und nachvollziehbar sind. Die Kommission kann künftig mit bis zu zehn statt bisher acht weiteren Mitgliedern besetzt werden.
Dadurch wird es möglich, bei Bedarf einen zusätzlichen Ausschuss einzurichten und mehrere Beurteilungen parallel durchzuführen. Das soll die Hegeschau beschleunigen und effizienter gestalten.
Landesjägermeister begrüßt Vertrauen
Landesjägermeister Max Mayr-Melnhof sieht in der Novelle eine spürbare Erleichterung. Nicht jeder Jährling müsse künftig zwingend persönlich vorgelegt werden, weil mit den digitalen Möglichkeiten bereits ein verlässlicher und moderner Weg der Kontrolle bestehe. „Entscheidend ist für uns, dass den Jägern draußen vor Ort Verantwortung zugetraut wird“, hält Mayr-Melnhof fest. Er bedankte sich im Namen der Jägerschaft bei Svazek für das entgegengebrachte Vertrauen.
Quelle: https://www.nussdorf.at/Jagdgesetz_wird_praxisnaeher_und_unbuerokratischer
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