Salzburg vergibt Chancen: Nur 1:1 beim WAC

Red Bull Salzburg kommt in der Offensive weiterhin nicht in Schwung. Trotz eines xG-Werts von 3,52 reichte es beim WAC nur zu einem 1:1-Remis. Kapitän Nikolas Veratschnig spricht von einem „Thema“ bei der Chancenverwertung.
Die Salzburger kommen abseits des Kantersiegs im ÖFB-Cup offensiv nicht in Fahrt. In der zweiten Bundesliga-Runde mussten sich die Bullen beim WAC mit einem 1:1 begnügen – und das, obwohl der xG-Wert („Expected Goals“) bei 3,52 lag, aber erneut nur ein Tor gelang. „Wir haben jetzt echt ein Thema in den vergangenen drei Spielen, die Chancenverwertung, wir machen viel zu wenig daraus“, erklärte Kapitän Nikolas Veratschnig.
Wie schon bei den späten 1:0-Erfolgen gegen Hartberg und Pafos traf auch diesmal ein Joker spät: Yorbe Vertessen glich in der 79. Minute aus, nachdem Giacomo Vrioni die Kärntner in der 67. Minute aus dem Nichts in Führung gebracht hatte. Zuvor hatte unter anderem Haris Tabakovic mehrfach die Kaltschnäuzigkeit vermissen lassen. „Wir sind selber schuld, dass wir da nicht drei Punkte holen“, räumte der Stürmer ein.
Tabakovic fordert mehr Teamplay
Der Routinier will sich Gedanken machen, nahm aber die gesamte Mannschaft in die Verantwortung. „Wir sollten öfter den Pass suchen zum Nebenmann, mehr aufeinander schauen. Es sollte egal sein, wer die Tore oder Assists macht“, so Tabakovic. Veratschnig kündigte an, jeden Tag hart zu arbeiten, „damit es in Zukunft einfacher wird für uns“.
Trainer Danny Röhl zeigte sich trotz des enttäuschenden Ergebnisses zuversichtlich. „Wir sind darüber enttäuscht, dass wir nach so einer Leistung nur einen Punkt mitnehmen. Aber wir haben viel Qualität gezeigt, uns tolle Chancen erarbeitet, jetzt müssen wir noch die Tore machen“, sagte der Deutsche.
Pafos-Rückspiel als nächste Herausforderung
Bereits am Donnerstag um 19 Uhr steht das Rückspiel der dritten Qualifikationsrunde zur Europa League gegen Pafos in Limassol an. Der zyprische Club hatte in der zweiten Runde ein 0:2 im Hinspiel gegen Hajduk Split noch mit einem 4:0 nach Verlängerung gedreht. „Am Donnerstag wollen wir es im Abschluss besser machen“, kündigte Röhl an. Tabakovic rechnet trotz des 1:0-Siegs im Hinspiel mit einer „sehr schweren Aufgabe“ und einem „hitzigen“ Spiel.
Polsters Zukunft beim WAC ungewiss
Beim WAC bleibt die Zukunft von Torhüter Nikolas Polster offen. Der Schlussmann hielt in der hitzigen Schlussphase gegen Salzburg seinen Kasten sauber. „Ich habe gezeigt, was ich draufhabe. Wie es mit mir weitergeht, werden wir in den nächsten Tagen sehen“, sagte Polster mit Blick auf einen möglichen Transfer. Trainer Thomas Silberberger erklärte, das Damoklesschwert eines Abgangs werde bis zum Ende der Transferzeit über dem Club schweben. Bange wäre ihm aber auch bei einem Wechsel nicht, da auch das Vertrauen in Lukas Gütlbauer groß sei.
Die Entwicklung seiner Mannschaft stimmt den Tiroler zufrieden. „Die Mannschaft befindet sich in einer Metamorphose. Sie ist eine Einheit am Platz. Das war die schwierigste Challenge, aus einem Haufen eine Mannschaft zu machen“, so Silberberger. Wie Salzburg hält der WAC nach dem 3:0-Auftaktsieg gegen die Austria bei vier Punkten. Der Coach sprach von einem „Mega-Auftakt“.
Quelle: APA
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