Salzburg weltweit führend bei Lymphdrüsenkrebs-Studie

Pia ProdingerPia Prodinger
Vier Männer legen Hände auf einen Haufen vor einer Hecke in Österreich.
© SALK

Die Salzburger Landeskliniken haben international die meisten Patientinnen und Patienten in die MORNINGLYTE-Studie zu Lymphdrüsenkrebs aufgenommen. Möglich macht das die enge Kooperation zwischen den onkologischen Abteilungen im Bundesland.

Bei der internationalen MORNINGLYTE-Studie zu Lymphdrüsenkrebs belegt Salzburg eine Spitzenposition: Die Universitätsklinik für Innere Medizin III der Salzburger Landeskliniken hat weltweit die höchste Zahl an Studienteilnehmenden rekrutiert. Dieser Erfolg basiert auf der intensiven Zusammenarbeit der onkologischen Abteilungen im Bundesland. Das Kardinal Schwarzenberg Klinikum in Schwarzach hat mehrere Betroffene gezielt zur Studienteilnahme an die Universitätsklinik überwiesen.

Grenzüberschreitende Zusammenarbeit für Patientinnen und Patienten

Dr. Thomas Melchardt von der Universitätsklinik für Innere Medizin III betont die Bedeutung der krankenhausübergreifenden Kooperation. Wenn eine klinische Studie innovative Behandlungsoptionen biete, wolle man gemeinsam sicherstellen, dass geeignete Patientinnen und Patienten tatsächlich Zugang dazu erhalten. Die Zusammenarbeit zeige beispielhaft, wie moderne Onkologie in einer Region funktionieren könne: wohnortnahe Behandlung bei gleichzeitiger Nutzung der Möglichkeiten spezialisierter Zentren und klinischer Studien.

Die behandelnden Teams stimmen sich eng ab und entscheiden gemeinsam über die Optionen für die jeweiligen Betroffenen. Das CRCS-Studienbüro der III Medizin übernimmt die konkrete Koordination und Planung der einzelnen Studienteilnahmen. Dadurch werden die komplexen Abläufe einer internationalen klinischen Studie gut in die individuelle Patientenversorgung integriert.

Forschung als wesentlicher Bestandteil der Versorgung

Primarius Georg Pall vom Kardinal Schwarzenberg Klinikum und Prof. Alexander Egle von der Universitätsklinik für Innere Medizin III unterstreichen, dass klinische Forschung kein Nebenschauplatz der Patientenversorgung sein dürfe. Sie sei ein wesentlicher Bestandteil moderner Onkologie. Besonders erfreulich sei, dass durch die gute regionale Vernetzung wissenschaftlicher Fortschritt unmittelbar für alle Patientinnen und Patienten nutzbar gemacht werden könne.

Die weltweite Spitzenposition bei der Rekrutierung unterstreicht die hohe Qualität dieser Zusammenarbeit. Das gemeinsame Engagement zielt darauf ab, die Krebsmedizin in Salzburg weiterzuentwickeln und allen Patientinnen und Patienten unabhängig vom betreuenden Krankenhaus Zugang zu innovativen Behandlungsmöglichkeiten und klinischen Studien zu ermöglichen.

Quelle: https://presse.salk.at/news-salzburg-weltweit-an-der-spitze-bei-internationaler-krebsstudie?id=249104&menueid=34050&l=deutsch

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