Salzburg will Öffi-Anteil bis 2035 deutlich steigern

Pia Prodinger
Salzburg.mobil 2035: Männer präsentieren Modal-Split-Diagramm der Mobilität im Land Salzburg
© Gemeinde Nußdorf, K. Brugger

Das Bundesland Salzburg hat sein Mobilitätskonzept für die kommenden zehn Jahre vorgestellt. Der Anteil von öffentlichem Verkehr, Radfahren und Fußwegen soll um 6,5 Prozent wachsen, während der Pkw-Verkehr zurückgehen soll.

Stefan Schnöll und Daniel Burtscher präsentierten das neue Konzept „salzburg.mobil 2035“. Es soll die Grundlage für eine sichere, effiziente und klimafreundliche Mobilität im Bundesland bilden. Drei Leitziele stehen im Mittelpunkt: klimaneutrale und umweltfreundliche Mobilität, Sicherheit für alle sowie die Förderung des Wohlstands durch Verkehr.

Bis 2035 soll der Anteil des Umweltverbunds – also öffentlicher Verkehr, Rad und Fußwege – deutlich ausgebaut werden. Der Radverkehr soll von 12,9 auf 15,5 Prozent steigen, der öffentliche Verkehr von 12,3 auf 14,5 Prozent und der Fußverkehr von 18,8 auf 20,5 Prozent. Gleichzeitig soll der Anteil jener, die als Lenkende mit dem Pkw unterwegs sind, von 45,5 auf 38,5 Prozent sinken.

Erfolge im öffentlichen Verkehr

Seit 2018 konnte das Bundesland die Bestellkilometer im öffentlichen Verkehr um 50,4 Prozent und die Fahrgastzahlen um 53,5 Prozent erhöhen. Besonders erfolgreich sei das Klimaticket Salzburg, das als günstigstes regionales Klimaticket Österreichs angeboten wird. Rund 120.000 gültige Klimatickets sind derzeit im Umlauf – eine Steigerung der Jahreskarten um 137,9 Prozent seit 2018. Statistisch besitzt damit jeder fünfte Salzburger ein Klimaticket.

Landeshauptmann-Stellvertreter Stefan Schnöll und ein Mann mit Brille bei einer Pressekonferenz in Salzburg.

Seit 2020 gibt es im Land Salzburg ein eigenes Referat, das sich schwerpunktmäßig mit dem öffentlichen Verkehr beschäftigt. Die Ziele des vorherigen Mobilitätskonzepts aus dem Jahr 2016 konnten bereits vorzeitig erreicht werden.

Konkrete Maßnahmen geplant

Das Konzept sieht zahlreiche Projekte vor. Dazu zählen der Wiederaufbau der Pinzgauer Lokalbahn mit einem 30-Minuten-Takt bis mindestens Mittersill sowie der zweigleisige Ausbau der Salzburger Lokalbahn zwischen Salzburg und Lamprechtshausen, um einen 15-Minuten-Takt zu ermöglichen. Auch Busbeschleunigung, die landesweite Einführung von Mikro-ÖV und der Ausbau von Park & Ride sowie Bike & Ride sind vorgesehen.

Weitere Schwerpunkte liegen auf emissionsfreier Mobilität, der Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene und innovativen Logistiklösungen. Das Salzburger Verkehrssicherheitsprogramm soll nach dem Leitmotiv „Vision Zero“ fortgeführt werden.

Breite Beteiligung bei der Erarbeitung

An der Entwicklung des Konzepts waren zahlreiche Akteure beteiligt. Ein Bürgerrat mit neun Personen aus allen Landesteilen diskutierte intensiv und formulierte den Grundsatz „Jetzt in Bewegung kommen!“. Neben Bürgerinnen und Bürgern waren Fachabteilungen, der Salzburger Verkehrsverbund, die Innovation Salzburg GmbH sowie Interessenvertretungen eingebunden. Parallel fanden Abstimmungsgespräche zwischen Stadt und Land Salzburg statt.

Quelle: https://www.nussdorf.at/Landesmobilitaetskonzept_6_5_Prozent_mehr_Verkehrsanteil_fuer_Umweltverbund_bis_2035

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