Salzburg zeigt beim 4:1 gegen Austria wieder Glanzfußball

Pia ProdingerPia Prodinger
Fußballtor mit Ball, Anzeigetafel 4:1, Stoppuhr und Rangliste
© Mit KI (Gemini) generiert

Red Bull Salzburg hat am Sonntag in der Bundesliga die Wiener Austria mit 4:1 besiegt. Vor allem in der ersten Hälfte erinnerten die Bullen an ihre besten Zeiten und entschieden die Partie bereits nach 15 Minuten mit drei Toren.

Die Salzburger überzeugten drei Tage nach dem Aufstieg in die Europa-League-Gruppenphase mit jenem effizienten Tempofußball, der zuletzt vermisst worden war. „Wir haben genau den Fußball gezeigt, den ich mir vorstelle. Wir waren dominant, haben Chancen kreiert und hatten eine absolute Ballsicherheit“, erklärte Trainer Danny Röhl nach dem Heimsieg.

Innerhalb von nur 15 Minuten stellten die Hausherren in der ersten Halbzeit mit drei Treffern die Weichen auf Sieg. „In dieser Phase hat es extrem Spaß gemacht, meiner Mannschaft zuzuschauen. Wir haben uns endlich mit Toren belohnt und immer weitergemacht“, lobte Röhl. Lediglich die Defensivarbeit sieht der Coach noch verbesserungswürdig: „Da müssen wir noch eine Schippe drauflegen.“

Tabakovic trifft erstmals in der Liga

Für Stürmer Haris Tabakovic war es ein besonderer Nachmittag. Nach fünf Toren im Europacup gelang dem Angreifer ausgerechnet gegen seinen früheren Verein das erste Bundesliga-Tor im Salzburg-Dress. „Jeder Treffer ist besonders, auch der heute. Ich hatte eine sehr tolle Zeit in Wien, daher habe ich auf übermäßigen Jubel verzichtet“, sagte Tabakovic. Die Bilanz stimme jedenfalls. „Der Start ist gut verlaufen, aber es geht immer weiter.“ Die Entwicklung der Mannschaft bewerte er ebenso wie sein Trainer als „sehr positiv“.

Bereits am Mittwoch um 20.30 Uhr steht für Salzburg das nächste Spitzenspiel an. Tabellenführer Rapid kommt nach Wals-Siezenheim zum nachgeholten Topspiel der vierten Runde. „Es geht Schlag auf Schlag. Nach dem Spiel ist vor dem Spiel. Ab morgen gilt der volle Fokus Rapid“, blickte Röhl voraus.

Austria am Tabellenende – Helm hält an jungem Kurs fest

Völlig anders präsentiert sich die Lage bei der Wiener Austria, die ans Tabellenende gerutscht ist. „Uns wurden maximal die Grenzen aufgezeigt. Die ersten zehn Minuten waren noch in Ordnung, danach war es ein ernüchternder Auftritt“, sagte Stürmer Johannes Eggestein. Torhüter Samuel Sahin-Radlinger wurde noch deutlicher: „Bis zur Pause war das ein katastrophaler Auftritt. Das einzig Positive war, dass wir uns nicht abschlachten haben lassen. Wir müssen schnellstmöglich ein anderes Gesicht zeigen.“

Die von Trainer Stephan Helm verjüngte Startelf – Kapitän Manfred Fischer wurde erst zur Pause eingewechselt – fand gegen die Salzburger Dominanz keine Antwort. „Alles in allem haben wir Lehrgeld bezahlt“, resümierte Helm. An seiner Strategie will der Coach dennoch festhalten: „Wir wollen unseren Weg mit den jungen Spielern weitergehen. Entscheidend wird sein, die richtige Balance zu finden.“ Bereits am Mittwoch um 18.30 Uhr haben die Wiener im Heimspiel gegen die WSG Tirol die Möglichkeit zur Wiedergutmachung und könnten die rote Laterne abgeben.

Hartberg setzt Aufwärtstrend fort

Während die Austria den Erwartungen hinterherhinkt, hat sich Hartberg mit dem zweiten Sieg in Serie auf Platz fünf in der oberen Tabellenhälfte festgesetzt. Gegen Ried gewannen die Steirer zum siebenten Mal in Folge im direkten Ligaduell. „Ich bin mit der Leistung über die ganzen 90 Minuten total zufrieden. Wir haben uns ein bisschen zu leicht die Tore machen lassen, aber immer gute Antworten gehabt, speziell in der Druckphase von Ried. Als Antwort auf das 2:2 das 3:2 zu machen und das dann gekonnt über die Zeit zu bringen, war stark“, analysierte Trainer Markus Schopp.

Doppeltorschütze Marco Hoffmann bezeichnete den Erfolg als „enorm wichtig“. Es war der erste Heimsieg seit dem 1:0 gegen den GAK am 21. Februar. „Das tut gut und es freut mich irrsinnig, dass ich der Mannschaft mit meinen Toren helfen konnte“, sagte der 22-Jährige. Platz fünf sei eine „erfreuliche Momentaufnahme. Nächste Woche heißt es, im Cup den Sieg zu bestätigen und dann immer weiter.“ Ob neue Spieler kommen, wird sich zeigen. Schopp wollte im Transferfinish „noch ein bisschen was in der Breite machen“.

Die Rieder stehen als Achter mit vier Punkten schlechter da. Neo-Trainer Mario Despotovic sieht sein Team nach einem Umbruch in einem Entwicklungsprozess. „Wir müssen mehr machen aus unseren Ballgewinn-Situationen und stabiler stehen“, forderte der 41-Jährige.

Quelle: APA

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