Salzburg zerlegt Rapid mit 5:1 und beendet Siegesserie

Pia ProdingerPia Prodinger
Fußballergebnis 5:1 mit Tor, Pokal und Aufwärtstrend-Grafik
© Mit KI (Gemini) generiert

Red Bull Salzburg hat Rapid Wien die erste Saisonniederlage zugefügt. Mit einem deutlichen 5:1-Heimsieg beendeten die Bullen die makellose Bilanz der Hütteldorfer und kletterten in der Bundesliga-Tabelle auf Platz zwei hinter dem LASK.

Red Bull Salzburg feierte im fünften Bundesliga-Spiel den vierten Saisonsieg und fügte Rapid Wien dabei eine deutliche Niederlage zu. Das 5:1 vor heimischem Publikum bedeutete das Ende der perfekten Rapid-Bilanz und katapultierte die Mannschaft von Trainer Danny Röhl auf den zweiten Tabellenplatz. „Salzburg hat uns mit ihrer individuellen Qualität die Grenzen aufgezeigt“, räumte Rapids Abwehrspieler Jannes Horn ein. Bei den Siegern herrschte Aufbruchstimmung. „Wir nehmen einen Riesenschwung mit“, erklärte Valentin Zabransky.

Röhl weiter ungeschlagen – fünf Siege in Serie

Die Zahlen unterstreichen den Aufwärtstrend der Salzburger. Unter Coach Röhl blieb das Team in zehn Pflichtspielen ohne Niederlage, zuletzt gab es fünf Erfolge nacheinander. Innerhalb von weniger als einer Woche gelangen drei davon: das 3:0 gegen Mjällby mit dem Aufstieg in die Europa-League-Ligaphase, das 4:1 gegen die Wiener Austria und nun der noch klarere Triumph über deren Stadtrivalen. „Wir sind auf einem sehr guten Weg und werden dem hohen Anspruch aktuell gerecht“, betonte Röhl. Lange feiern wolle man aber nicht. „In wenigen Tagen müssen wir wieder liefern. Das zeichnet gute Mannschaften aus. Deshalb ist es wichtig, gierig, hungrig und auf dem Boden zu bleiben“, so der deutsche Trainer.

Tabakovic trifft doppelt – schon acht Saisontore

Rapid erlebte einen noch schwärzeren Abend als die Austria zuvor. Diesmal brauchten die Salzburger keine 21 Minuten, um durch Haris Tabakovic (4., 21.) und Nikolas Veratschnig (15.) mit 3:0 in Führung zu gehen. Tabakovic steht mittlerweile bei acht Pflichtspieltoren in dieser Saison. „Wenn man mich an Toren misst, ist das gar nicht so schlecht. Ich merke, dass die Fitness mit den Spielen immer besser wird und auch das Zusammenspiel funktioniert immer besser“, sagte der 32-Jährige. Später trafen auch noch Edmund Baidoo (46.) und Karim Konate (90.).

„In der Offensive war das hervorragend. Wir haben in Ballbesitz eine neue Benchmark für uns gesetzt, waren sehr flüssig, kombinationssicher, haben die Räume sehr gut gefunden und im richtigen Moment beschleunigt“, analysierte Röhl. Tabakovic könnte in dieser Spielzeit zur Schlüsselfigur werden. „Mit dem Ball war das überragend, wir haben ein Statement gesetzt“, meinte der Stürmer. Besonders die Effizienz vor der Pause war ein entscheidender Faktor. Die Hütteldorfer leisteten mit schwacher Defensivarbeit allerdings Schützenhilfe.

Rapid-Coach Thorup: „Viel zu wenig von uns“

„Wenn man so verteidigt, dann reicht es nicht. Tabakovic hat hohe individuelle Qualität, wir haben es ihm aber auch zu leicht gemacht“, gab Horn zu. Sein Trainer Johannes Hoff Thorup pflichtete ihm bei. „Sie haben uns eiskalt bestraft für unsere Fehler, das war insgesamt viel zu wenig von uns“, befand er nach einer „harten“ Niederlage. Wenn man vorne zu sorglos mit Chancen umgehe und hinten anfällig sei, komme so ein Resultat zustande. Schnell abhaken lautete die Devise. „Wir verlieren lieber einmal 1:5, als fünfmal 0:1“, betonte Horn.

Statistik täuscht – Salzburg eiskalt vor dem Tor

Die Statistik hätte ein derart klares Ergebnis nicht erwarten lassen. Rapid hatte mit 50,3 Prozent Ballbesitz, 17:16-Schüssen aufs Tor sowie 6:2-Eckbällen in einigen Bereichen sogar leichte Vorteile. Neben der offensiven Kaltschnäuzigkeit sprach am Ende aber auch die enorme defensive Stabilität für die Gastgeber. Diese hatten drei 19-Jährige und einen 20-Jährigen in der Startelf. „Die Mischung und Balance aus Erfahrung und jungen Spielern macht es aus“, unterstrich Röhl. Ideal sei für ihn, dass neben der Qualität auch die Quantität passe. „Es ist aktuell der Schlüssel, dass wir nicht elf, sondern 21 Spieler haben, die mir ein gutes Gefühl geben. Wir können rotieren, ohne Qualität zu verlieren, immer eins draufsetzen“, erläuterte der Salzburg-Trainer.

Nächste Aufgaben im ÖFB-Cup

Als nächste Hürde wartet in der 2. ÖFB-Cup-Runde ein Gastspiel bei Zweitligist St. Pölten. „Jetzt wird Party in der Kabine gemacht, wir werden es heute genießen, morgen regenerieren und am Sonntag wieder angreifen“, kündigte Zabransky an. Rapid muss bereits am Samstag bei Zweitliga-Absteiger Austria Klagenfurt ran.

Quelle: APA

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