Salzburger Bauernherbst startet am 22. August in Maria Alm

Mathias FischerMathias Fischer
Fünf Personen mit Musiknoten-Symbolen und "HOCHKÖNIG"-Tafel in Tracht in Österreich
© SalzburgerLand Tourismus GmbH

Der Salzburger Bauernherbst geht heuer in seine 31. Auflage. Unter dem Motto „G'sungen und G'spielt“ finden zwischen 22. August und 31. Oktober rund 2.000 Veranstaltungen in 77 Orten statt. Die landesweite Eröffnung findet in Maria Alm statt.

Der Salzburger Bauernherbst wird heuer am 22. August offiziell in Maria Alm eröffnet. Bis 31. Oktober werden in 77 Gemeinden etwa 2.000 Veranstaltungen geboten. Das diesjährige Motto lautet „G'sungen und G'spielt“ und rückt Musik und Gesang in den Mittelpunkt.

An den Festivitäten beteiligen sich rund 14.000 Mitwirkende, darunter 260 Bauernherbst-Wirte, über 330 Bäuerinnen und Bauern sowie zahlreiche Handwerker, Vereine, die Salzburger Landjugend und weitere örtliche Gruppierungen. Sie sorgen dafür, dass Traditionen lebendig bleiben und nach außen getragen werden.

Von der Flachgauer Initiative zum landesweiten Erfolg

Was 1996 rund um den Obertrumer See in Mattsee, Obertrum und Seeham als Maßnahme zur Saisonverlängerung begann, hat sich zu einem international beispielgebenden Kooperationsprojekt zwischen Landwirtschaft und Tourismus entwickelt. Seit mehr als drei Jahrzehnten prägt der Bauernherbst das kulturelle Leben im SalzburgerLand.

Seit Jahrzehnten beteiligen sich kontinuierlich rund zwei Drittel aller Orte im SalzburgerLand mit Festen und Aktivitäten. Die Initiative wird durch das Miteinander von Tourismus, Landwirtschaft, Gastronomie und Vereinen getragen.

Der Erfolg lässt sich in Zahlen ablesen: Seit 1996 haben sich die Ankünfte in den Monaten September und Oktober von knapp 500.000 auf über 1,1 Millionen im Jahr 2025 mehr als verdoppelt – ein Plus von 127 Prozent. Die Nächtigungen stiegen im gleichen Zeitraum von rund 2 Millionen auf knapp 3,5 Millionen, was einem Zuwachs von 71 Prozent entspricht.

Musik und Gesang im Mittelpunkt

Leo Bauernberger, Geschäftsführer der SalzburgerLand Tourismus Gesellschaft, betont: „Das Erfolgsgeheimnis des Bauernherbstes liegt unter anderem in der Liebe zu Tradition und Brauchtum, aber auch im Bewusstsein für die Bedeutung unserer Landwirtschaft.“ Im Bauernherbst werde nichts inszeniert, sondern vor den Vorhang geholt, was für das Land seit jeher von Bedeutung sei.

Unter dem heurigen Motto werden Konzerte aller Art in den Bauernherbst-Orten die „fünfte Jahreszeit“ von ihrer klangintensivsten Seite zeigen. Musik und Gesang verbinden Menschen, genauso wie der Bauernherbst ein verbindendes Element zwischen Generationen, Einheimischen und Gästen darstellt.

Eröffnungsfest mit Festumzug und Handwerk

Das Rahmenprogramm der Eröffnung in Maria Alm umfasst einen großen Festumzug mit örtlichen Musikkapellen und Vereinen, festlich geschmückten Wägen und Oldtimertraktoren. Vorführungen der Schnalzer, ein Kinderprogramm sowie traditionelles Handwerk mit Vorführungen und Verkaufsständen sorgen für Unterhaltung. Kulinarische Spezialitäten aus der Region laden zum Verkosten ein. Gesangs- und Musikgruppen, Chöre und Alphornbläser sorgen für die musikalische Umrahmung. Den Abschluss bildet ein Abendprogramm im Festzelt.

Nathalie Kögl-Auer, Hotelierin in der Bergheimat am Hochkönig und Musikerin, sieht den Bauernherbst als Impuls für eine Saisonverlängerung und als Mehrwert für Einheimische und Gäste. „Gleichermaßen sehe ich den Bauernherbst als Musikerin als eine wunderbare Bühne für gelebte Volkskultur, denn Musik verbindet Menschen und Generationen- und das macht den Bauernherbst so einmalig“, so Kögl-Auer.

Internationales Jahr der Bäuerin

Claudia Entleitner, Vizepräsidentin der Landwirtschaftskammer Salzburg und Salzburger Landesbäuerin, hebt die Bedeutung der Landwirtschaft hervor. Die Bäuerinnen und Bauern seien das Rückgrat der Versorgung mit frischen, gesunden Lebensmitteln und garantierten Vertrauen, kurze Transportwege und Umweltschutz.

Im Internationalen Jahr der Bäuerin 2026 werden die Frauen der Landwirtschaft bewusst in den Mittelpunkt gestellt. „Sie halten die Betriebe, die Traditionen und die Gemeinschaft lebendig. Der Bauernherbst ist die perfekte Gelegenheit, ihnen dafür die ehrliche Wertschätzung entgegenzubringen, die sie verdienen“, erklärt Entleitner.

Landtagsabgeordneter Hans Scharfetter betont, der Bauernherbst zeige jedes Jahr aufs Neue, wie lebendig die bäuerlichen Traditionen im SalzburgerLand seien. Er bringe Brauchtum, Kulinarik, Landwirtschaft und Tourismus zusammen und schaffe wichtige Wertschöpfung für bäuerliche und touristische Betriebe.

Traditionsunternehmen als Partner

Wichtige Partner aus der Wirtschaft begleiten seit vielen Jahren den Bauernherbst. Zu den Unterstützern zählen Stiegl, Raiffeisen, Gössl und SalzburgMilch. Sie eint das Qualitäts- und Traditionsbewusstsein, der Regionalitätsgedanke und die Verbundenheit mit der Salzburger Bevölkerung.

Eveline Bimminger, Projektleiterin Bauernherbst der SalzburgerLand Tourismus Gesellschaft, verspricht ein vielfältiges Programm: „Bei rund 2.000 Veranstaltungen an 71 Tagen in 77 Orten ist bestimmt für jeden etwas dabei.“

Quelle: https://newsroom.salzburgerland.com/medien-auftakt-zum-salzburger-bauernherbst-2026

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