Salzburger Festspiele: Neubau oder Messehalle als Ersatz

Während der Sanierung des Großen Festspielhauses von 2028 bis 2031 brauchen die Salzburger Festspiele eine Ausweichspielstätte. Zur Wahl stehen ein Neubau mit 2.000 Sitzen oder die Nutzung der Salzburg-Arena, so der ORF.
Das Große Festspielhaus wird nach dem Festspielsommer 2028 für zweieinhalb Jahre geschlossen – bis zum Frühling 2031 läuft der Großumbau. In dieser Zeit müssen die Salzburger Festspiele auf eine Ersatzspielstätte ausweichen. Zur Diskussion stehen zwei Varianten: der Bau einer neuen Halle oder die Verwendung bestehender Infrastruktur auf dem Messegelände.
Neubau mit Budget von zwölf Millionen Euro
Für eine neue Halle sind 2.000 Sitze geplant – das entspricht nahezu der Kapazität des Großen Festspielhauses mit aktuell 2.200 Plätzen. Das Budget dafür liegt bei knapp zwölf Millionen Euro, wie Lukas Crepaz, kaufmännischer Direktor der Festspiele, bestätigt.
Die Felsenreitschule und das Haus für Mozart bleiben während der Umbauphase weiterhin nutzbar.
Bürgermeister plädiert für Salzburg-Arena
Bernhard Auinger (SPÖ), Bürgermeister und Mitglied des Festspielkuratoriums, favorisiert die Nutzung der Salzburg-Arena. Besonders in Sparzeiten sei es ein wichtiges Zeichen an die Bevölkerung, vorhandene Infrastruktur zu verwenden. Allerdings müsse eine Akustik auf höchstem Niveau für Opern und Konzerte gewährleistet werden.
Dafür seien Adaptierungen und Investitionen notwendig, diese lägen aber deutlich unter den Kosten für einen Neubau. Auinger kann sich eine finanzielle Beteiligung der Messegesellschaft vorstellen, da die Maßnahmen eine Aufwertung der Salzburg-Arena bedeuten würden.
Die Entscheidung fällt das Festspielkuratorium am 16. Oktober.
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