Salzburger Forscher teilen sich Sinzinger-Preis 2026

Mona HopfingerMona Hopfinger
Auszeichnung für Dr. Peter Müller in Wien, mit digital zugeschaltetem Kollegen
© Gesellschaft der Ärzte in Wien

Zwei Mediziner des Universitätsklinikums Salzburg wurden für ihre Arbeiten zur Früherkennung von Gefäßerkrankungen ausgezeichnet.

Die Gesellschaft der Ärzte in Wien und die Austrian Apheresis Association haben am 14. Oktober 2026 im Billrothhaus in Wien den Helmut-Sinzinger-Preis zum fünften Mal vergeben. Die Auszeichnung würdigt herausragende wissenschaftliche Publikationen aus Österreich zu Fettstoffwechselstörungen, Atherosklerose und neuen Diagnose- und Therapiemöglichkeiten. Beide prämierten Forschungsarbeiten basieren auf Daten der Salzburger Paracelsus-10.000-Studie und liefern wichtige Erkenntnisse zur Früherkennung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Rheumatoide Arthritis erhöht Gefäßrisiko

Dr. Mathias Ausserwinkler, MSc, untersuchte in seiner Arbeit, wie rheumatoide Arthritis mit Veränderungen der Halsschlagadern zusammenhängt. Die chronisch-entzündliche Gelenkerkrankung geht demnach häufiger mit Ablagerungen in den Halsschlagadern einher. Dieser Effekt blieb auch dann nachweisbar, wenn bekannte Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen herausgerechnet wurden.

Die Forschungsergebnisse weisen auf ein erhöhtes Gefäßrisiko bei Betroffenen hin. Sie könnten künftig dabei helfen, entsprechende Risiken früher zu identifizieren.

Genetische Daten verbessern Risikoeinschätzung

A.o. Univ.-Prof. Dr. Bernhard Wernly, PhD, MScPH, MBA, von der Universitätsklinik für Innere Medizin I am Universitätsklinikum Salzburg ging der Frage nach, ob genetische Informationen die Vorhersage von Herz-Kreislauf-Erkrankungen verbessern können. Sein Forschungsteam analysierte Daten von 1.420 Teilnehmenden der Paracelsus-10.000-Studie.

Im Fokus stand ein sogenannter polygenetischer Risikoscore, der zahlreiche genetische Merkmale berücksichtigt. Die Auswertung zeigt, dass sich durch die zusätzliche Einbeziehung genetischer Informationen insbesondere bei Frauen und jüngeren Menschen die Erkennung eines erhöhten Risikos für Gefäßverkalkungen verbessern lässt. Langfristig könnten Vorsorgeuntersuchungen und Präventionsmaßnahmen dadurch gezielter eingesetzt werden.

Preis erinnert an Wiener Mediziner

Im Gedenken an den Mediziner Univ.-Prof. Dr. Helmut Sinzinger (1948–2020), den früheren Präsidenten der Gesellschaft der Ärzte in Wien, hat man 2022 den Helmut-Sinzinger-Preis geschaffen. Die doppelte Auszeichnung unterstreicht die Forschungsstärke der Salzburger Landeskliniken. Beide Arbeiten könnten langfristig zu einer verbesserten Früherkennung und Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen beitragen.

Quelle: https://presse.salk.at/news-helmut-sinzinger-preis-2026?id=250984&menueid=21374&l=deutsch

Worüber spricht Salzburg morgen?

Kostenloses News Briefing aus deiner Region – jeden Morgen um 6 Uhr.

Mit der Anmeldung nimmst du die Datenschutzerklärung zur Kenntnis.

austria.com auf Google bevorzugen.