Salzburgleitung: Demontage alter Masten abgeschlossen

Nach der Inbetriebnahme der neuen 380-kV-Salzburgleitung im April 2025 hat die Austrian Power Grid (APG) nun auch den Rückbau der alten Leitungen beendet. Insgesamt wurden 678 Masten auf 193 Kilometern demontiert – das Bundesland hat damit deutlich weniger Strommasten als zuvor.
Mit dem Ende der Demontagearbeiten geht eines der wichtigsten Strominfrastrukturprojekte Österreichs zu Ende. Die Austrian Power Grid (APG) hat jene Bestandsleitungen und Masten zurückgebaut, die durch die neue, leistungsstärkere Infrastruktur ersetzt wurden. Das jahrzehntelange Großprojekt ist damit abgeschlossen.
In Salzburg wurden insgesamt 678 alte Masten der 220-kV- und 110-kV-Leitungen auf einer Länge von 193 Kilometern abgebaut. Neu errichtet wurden hingegen lediglich 449 Masten auf einer Gesamtlänge von 128 Kilometern. Das Bundesland verfügt somit über 229 Masten und 65 Leitungskilometer weniger als vor der Umsetzung des Projekts.
„Mit der Demontage der 220-kV- und 110-kV-Leitungen haben wir unser Versprechen gehalten und weite Naturräume als auch urbane Bereiche leitungsfrei gemacht“, erklärte APG-Vorstandssprecher Gerhard Christiner.
Hochalpine Arbeiten im Hagengebirge
Die letzten Masten im Hagengebirge wurden Anfang September per Hubschrauber abtransportiert. In den darauffolgenden Wochen baute die APG in hochalpiner Lage auch die letzten Fundamente ab.
Versorgungssicherheit und Energiewende gestärkt
Die neue Infrastruktur erhöht laut Christiner die Versorgungssicherheit, unterstützt die Energiewende und reduziert gleichzeitig die Auswirkungen auf die Landschaft. „Mit dem Abschluss der Demontagearbeiten endet nicht nur ein umfassendes Bauprojekt, es werden auch die langfristigen Vorteile der Salzburgleitung sichtbar“, so der Vorstandssprecher.
Die Salzburgleitung schließt den westlichen Lückenschluss des österreichischen 380-kV-Rings, dem Rückgrat der heimischen Stromversorgung. Mit der Inbetriebnahme im Jahr 2025 wird die Netzstabilität nachhaltig gestärkt und die Voraussetzung geschaffen, erneuerbare Energien effizienter in das Stromsystem zu integrieren.
Die Leitung ermöglicht insbesondere den Transport von Strom-Überschüssen aus Wind- und Photovoltaikanlagen in Ostösterreich zu den leistungsstarken Pumpspeicherkraftwerken im Westen des Landes.
Eine Milliarde Euro Investition
Die neue Salzburgleitung mit einem Investitionsvolumen von rund einer Milliarde Euro konnte nach einer Genehmigungszeit von 77 Monaten und einer Bauzeit von fünf Jahren im April 2025 in Vollbetrieb genommen werden.
Zentraler Bestandteil des Projekts sind die neuen Umspannwerke Pongau (St. Johann im Pongau) und Wagenham (Pischelsdorf am Engelbach/OÖ). Aus- und umgebaut wurden auch die Umspannwerke Salzburg (Elixhausen), Kaprun, Tauern (Kaprun) und St. Peter (St. Peter am Hart/OÖ). Mit diesen Verknüpfungen zwischen dem Übertragungsnetz der APG und den Verteilnetzen der Landesenergieversorger in Salzburg und Oberösterreich wird auch die regionale und überregionale Versorgungssicherheit noch einmal deutlich verbessert.
Quelle: OTS
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