SalzburgMilch baut Trinkwasserleitung für zwei Gemeinden

Die Molkerei SalzburgMilch errichtet parallel zu einer Abwasserleitung eine neue Trinkwasserversorgung. Ab 2027 sollen die Wassergenossenschaften Schwerting-Maxdorf und St. Georgen bei Bedarf Wasser aus dem Käsereibrunnen erhalten.
Die SalzburgMilch verlegt derzeit eine Trinkwasserleitung von ihrer Käserei in Lamprechtshausen-Ehring bis nach Holzhausen. Die neue Leitung entsteht gleichzeitig mit einer Abwasserleitung zur Kläranlage in St. Georgen. Ab Anfang 2027 wird die Wassergenossenschaft Schwerting-Maxdorf dauerhaft mit Wasser aus dem Brunnen der Käserei versorgt, die Wassergenossenschaft St. Georgen bei Bedarf. Das Unternehmen gibt das Wasser zu Gestehungskosten ohne Gewinnaufschlag ab.
In St. Georgen bei Salzburg sind die Schüttungen der örtlichen Quellen in den vergangenen zwei Jahren um 55 Prozent zurückgegangen und befinden sich auf einem Allzeittiefstand. Längere Trockenperioden und niederschlagsarme Winter stellen die Gemeinde vor große Herausforderungen. Gleichzeitig steigt der Wasserverbrauch an heißen Tagen stark an. Die entsprechende Vereinbarung zwischen SalzburgMilch, den Wassergenossenschaften und der Gemeinde St. Georgen wurde kürzlich unterzeichnet.
Notfallreserve bleibt gesichert
Die bereits bestehende Verpflichtung von SalzburgMilch, im Notfall zur Wasserversorgung der Gemeinde Lamprechtshausen beizutragen, bleibt unberührt. Die Notfallreserve ist weiterhin sichergestellt, insbesondere für die bestehende Verbindung zur Wassergenossenschaft Lamprechtshausen sowie für eine künftige Verbindung zu benachbarten Wasserversorgern. Die Wasserabgabe erfolgt ausschließlich innerhalb der behördlich genehmigten Entnahmemengen und unter Einhaltung aller gesetzlichen Vorgaben.
Andreas Gasteiger, Geschäftsführer der SalzburgMilch, betont die regionale Verantwortung: „Wasser ist eine unserer wichtigsten regionalen Ressourcen. Wir sind in der glücklichen Lage, aufgrund der hydrogeologischen Gegebenheiten an unserem Standort ausreichend Wasser aus tiefen Schichten beziehen zu können. Wenn wir mit unserer Infrastruktur und der neuen Leitung dazu beitragen können, die Versorgung der Menschen in der Umgebung und in unserer Nachbargemeinde abzusichern, übernehmen wir diese Verantwortung sehr gerne“, so Gasteiger.
Keine Gewinnabsicht bei Wasserabgabe
Für SalzburgMilch steht nicht der wirtschaftliche Nutzen, sondern die regionale Versorgungssicherheit im Vordergrund. „Wir machen aus den zunehmenden Herausforderungen in der Wasserversorgung kein Geschäft. Das bereitgestellte Wasser wird ohne Gewinnaufschlag zu den tatsächlichen Gestehungskosten abgegeben“, erklärt Gasteiger.
Der St. Georgener Bürgermeister Franz Gangl begrüßt die Vereinbarung: „Die langfristige Sicherung der Trinkwasserversorgung gehört zu den wichtigsten Aufgaben einer Gemeinde. Mit diesem Projekt bündeln die SalzburgMilch, die Wassergenossenschaft und die beteiligten Gemeinden ihre Kräfte und setzen gemeinsam eine zukunftsweisende regionale Maßnahme um. Dass wir eine ohnehin notwendige Bautätigkeit für eine zusätzliche Trinkwasserleitung nutzen können, ist zudem wirtschaftlich und ökologisch sinnvoll.“
Michael Absmanner, Obmann der Wassergenossenschaft St. Georgen, zeigt sich zufrieden: „Bereits im Juni haben die Mitglieder der Wassergenossenschaft St. Georgen in einer außerordentlichen Versammlung dem Projekt mit der SalzburgMilch mit großer Mehrheit zugestimmt. Wir sind froh, dass wir in dieser kritischen Situation sehr schnell mit der SalzburgMilch einen langfristigen, zuverlässigen Partner zur Absicherung unserer Trinkwasserversorgung gefunden haben.“
Andrea Pabinger, Bürgermeisterin der Gemeinde Lamprechtshausen, bedankt sich für die partnerschaftliche Zusammenarbeit: „Gerade in Zeiten zunehmender Trockenperioden ist eine sichere Wasserversorgung von zentraler Bedeutung. Die Bereitschaft der SalzburgMilch, die Wassergenossenschaften im Bedarfsfall zu unterstützen, ist ein wertvoller Beitrag für unsere Gemeinden und ein starkes Zeichen gelebter regionaler Verantwortung.“
Die Inbetriebnahme der neuen Trinkwasserverbindung ist für Anfang 2027 vorgesehen.
Quelle: OTS
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