Samariterbund bringt Kindern Erste Hilfe bei

Mona HopfingerMona Hopfinger
Rotes Kreuz Sanitäter geben einem Buben in einem Garten in Österreich High Five.
© samariterbund.net

Der Samariterbund Burgenland startet im Herbst ein Präventionsprojekt für Kindergarten- und Volksschulkinder. Dabei lernen die Kleinen spielerisch, wie sie im Notfall richtig reagieren und einen Notruf absetzen.

Mit dem Projekt „Hallo 144“ will der Samariterbund Burgenland Kindern die Scheu vor Rettungswagen und medizinischen Geräten nehmen. Das Programm richtet sich an Kindergarten- und Volksschulkinder und soll ihnen einen spielerischen Zugang zum Rettungsdienst vermitteln.

Geplant ist das Projekt vorerst für Oktober und November 2026. Die Durchführung erfolgt direkt in Kindergärten und Volksschulen. Während eines rund zweistündigen Programms können die Kinder einen Rettungswagen besichtigen, medizinische Ausrüstung erkunden und sich probeweise auf eine Rettungstrage legen. Was zunächst beängstigend wirken kann, soll so zu einem vertrauten Erlebnis werden.

„Ein Unfall kann schnell passieren – beim Sport, mit dem Fahrrad oder auf dem Schulweg. Muss später tatsächlich die Rettung kommen, ist den Kindern die Situation nicht mehr völlig fremd“, erklärt Gerald Fitz, Geschäftsführer des Samariterbundes Burgenland im Geschäftsbereich Rettungswesen.

Notruf richtig absetzen lernen

Ein Schwerpunkt liegt auf dem korrekten Absetzen eines Notrufs. In Rollenspielen trainieren die Kinder, welche Informationen die Leitstelle braucht: Wo ist etwas passiert? Was ist passiert? Wer braucht Hilfe?

Zusätzlich stehen altersgerechte Erste-Hilfe-Maßnahmen auf dem Programm. Volksschulkinder lernen zum Beispiel die stabile Seitenlage oder das Anlegen eines Verbandes. Kindergartenkinder üben, Erwachsene zu verständigen oder kleinere Verletzungen mit einem Pflaster zu versorgen. „Die wichtigste Botschaft lautet: Jedes Kind kann helfen – manchmal beginnt Hilfe schon mit einem einzigen Anruf“, betont Fitz.

Sicherheit im Straßenverkehr

Besonders in der dunklen Jahreszeit ist die Sicherheit auf dem Schulweg ein wichtiges Thema. Die Kinder erfahren, warum Reflektoren, Fahrradhelme und gut sichtbare Kleidung Unfälle vermeiden helfen. Auch typische Gefahren im Herbst und Winter werden behandelt – von rutschigem Laub über Eis und Schnee bis hin zu möglichen Unfällen mit Fahrrad oder Roller.

Pädagogische Erfahrungen eingeflossen

Bei der Entwicklung von „Hallo 144“ wurden Erfahrungen und Rückmeldungen von Pädagoginnen und Pädagogen berücksichtigt. Ein wesentliches Ziel ist es, Kindern die Angst vor dem Rettungsdienst und einem möglichen Krankenhausaufenthalt zu nehmen. „Wenn Kinder wissen, was sie im Ernstfall erwartet und wie sie selbst helfen können, gibt es ihnen Sicherheit“, erklären Projektleiter Florian Bencic und David Jagoschütz.

Quelle: https://www.samariterbund.net/aktuell/detail/samariterbund-burgenland-macht-kinder-fit-fuer-den-notfall-17654

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