Scheibbs: Spitzenmedizin bei Beckenbodenproblemen

Das Landesklinikum Scheibbs baut seine Expertise in der Beckenbodenchirurgie weiter aus. Abteilungsleiter Daniel Haubenberger bildete sich bei internationalen Spezialistinnen und Spezialisten fort, um modernste Behandlungsmethoden für Patientinnen anzubieten.
Die Gynäkologie des Landesklinikum Scheibbs hat sich auf die Behandlung von Inkontinenz- und Senkungsproblemen spezialisiert. Um das Angebot auf höchstem Niveau zu halten, absolvierte Prim. Dr. Daniel Haubenberger mehrere internationale Fortbildungen bei führenden Fachleuten der Beckenbodenchirurgie.
Wenn das stützende Gewebe des Beckenbodens durch unterschiedliche Einflüsse geschwächt wird, können Organe wie Blase, Gebärmutter oder Darm ihre normale Lage verlieren. Die Folge sind Beckenbodensenkungen und Inkontinenz.
Praxisnahe Hospitation im Allgäu
Zwei Tage lang hospitierte der Leiter der Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe bei der deutschen Beckenbodenspezialistin Dr. Kadenbach-Blum im Allgäu. Direkt im laufenden Klinikbetrieb lernte Haubenberger die aktuellen Behandlungskonzepte und operativen Verfahren der renommierten Expertin kennen und vertiefte sein Fachwissen.
Mehrtägige Fortbildung in Barcelona
Zusätzlich nahm Prim. Dr. Haubenberger gemeinsam mit OA Dr. Darko Tomica, ebenfalls Facharzt am LK Scheibbs, und Dr. Jacek Kociszewski, einem international anerkannten Experten für Urogynäkologie und rekonstruktive Beckenbodenchirurgie aus Deutschland, an einer mehrtägigen Fortbildung in Barcelona teil. Im Fokus standen aktuelle Entwicklungen in der operativen Behandlung von Beckenbodenerkrankungen.
„Der direkte fachliche Austausch mit international führenden Spezialistinnen und Spezialisten ist besonders wertvoll für uns“, erklärt Haubenberger. Man könne von Erfahrungen lernen, komplexe Fälle besprechen und bewährte sowie innovative Operationstechniken weiter optimieren, um sie unmittelbar in die Betreuung der Patientinnen einfließen zu lassen.
Netzgestützte Operationen als Schwerpunkt
Ein zentrales Thema der Fortbildung war die netzgestützte Senkungsoperation. Bei diesem minimal invasiven Verfahren, das meist laparoskopisch durchgeführt wird, kommt ein speziell entwickeltes Netz zum Einsatz. Es verstärkt die geschwächten Bänder und Muskeln und gibt dem Beckenboden wieder Halt. Die Beckenbodenfunktion wird wiederhergestellt, Beschwerden beseitigt und die Lebensqualität der Patientinnen deutlich verbessert.
Bei der operativen Therapie einer Belastungsinkontinenz wird heute meist ein kleines Bändchen unter die Harnröhre eingesetzt. Dieses garantiert fast immer eine dauerhafte Besserung oder Heilung der Inkontinenz.
„Durch einen Blick über die Landesgrenzen hinaus stellen wir sicher, dass bei uns im LK Scheibbs modernste medizinische Standards in Diagnose und Behandlung angewendet werden“, betont der Abteilungsleiter. Das sei ein wesentlicher Beitrag, um die hohe Qualität der gynäkologischen Versorgung zu erhalten und weiterzuentwickeln.
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