Schl8hof als Standort für Jugendzentrum im Gespräch

Der Alte Schl8hof in Wels könnte künftig wieder ein Jugendzentrum beherbergen. Stadtrat Thomas Rammerstorfer sieht das Gelände als idealen Standort, allerdings fehlt es an Finanzierung und einem professionellen Betreiber.
Der Alte Schl8hof hat in den vergangenen Jahren eine umfassende Neuausrichtung erfahren. Das Angebot für junge Menschen wurde deutlich erweitert: Neue Kulturvereine und Veranstaltungsreihen wurden ins Leben gerufen, Festivals wie das „SBÄM“ kehrten zurück. Zudem wurden die Jugenddisco und das Sommer-Jugendprojekt wieder aktiviert, der Skateplatz saniert und die Musik-Proberäume ausgebaut – ein zehnter Raum entsteht derzeit.
Ehemaliges Jugendzentrum verfiel nach Schließung
Jahrelang befand sich auch ein Jugendzentrum auf dem Gelände. Im Februar 2020 schloss die Diözese als damaliger Betreiber das D22. Die Grünen beantragten im selben Monat eine Weiterführung durch die Stadt oder einen externen Träger. Ein neuer Betreiber wurde offenbar nicht gefunden – ob überhaupt danach gesucht wurde, ist unklar. Die Räumlichkeiten verfielen zusehends und gingen im Frühling 2021 vom Schl8hof-Betriebsverein in die Zuständigkeit des Magistrats über.
Stadtrat Thomas Rammerstorfer erklärt: „Bei meinem Antritt als zuständiger Referent für den Schl8hof waren die Räumlichkeiten in keinem nutzbaren Zustand mehr, es gibt ein behördliches Betretungsverbot.“ Er ärgere sich bis heute, dass der Verfall nicht verhindert worden sei. Eine Sanierung sei nicht sinnvoll, langfristig sei ein Abriss und Neubau des nördlichen Gebäudes geplant.
Strategisches Ziel ohne konkreten Träger
Die strategische Zielsetzung, wieder einen fixen Jugendtreff am Gelände zu etablieren, bestehe weiterhin, betont der Schl8hof-Referent. Nachdem im Frühling vergangenen Jahres bekannt wurde, dass die Firma FAB das Gelände verlässt, gab es Gespräche über eine Adaptierung der ehemaligen Räumlichkeiten. Diese hätte jedoch erhebliche bauliche Maßnahmen erfordert. Weder die Stadt Wels noch die eingeladenen Trägervereine zeigten Interesse an einem solchen Projekt. Die Räumlichkeiten werden nun für Musikproberäume adaptiert – wobei junge Menschen und Jugendliche bei der Vergabe bevorzugt werden – oder an eine externe Firma vermietet.
Streetwork als mögliche Lösung
Eine Option für einen Jugendtreff wären die Räumlichkeiten des Welser Streetworks, wo bereits das „Streetwork Cafe“ existiert. Rammerstorfer sieht Vorteile: „Da haben wir eine fachlich hervorragende Betreuung und eine etablierte Anlaufstelle. Zumal kann man die Außenbereiche des Geländes mit Skatepark, Basketball oder Tischtennis nutzen.“ Allerdings bräuchte es eine personelle Aufstockung und perspektivisch auch weitere Räumlichkeiten.
Grundsätzlich gebe es „sicher keinen besseren Ort für ein innerstädtisches Jugendzentrum als das Schl8hof-Gelände“, so der Grünen-Stadtrat. „Es muss halt eine Finanzierung und einen professionellen Betreiber geben.“
Quelle: https://ooe.gruene.at/news/schlachthof-ware-bester-standort-fur-jugendzentrum
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