Schmid übernimmt wieder beim WAC – Silberberger muss gehen

Mona HopfingerMona Hopfinger
Fußball-Taktiktafel mit Ball und Pfeil nach oben, vor Fußballfeld mit rotem Abwärtstrend-Pfeil
© Mit KI (Gemini) generiert

Der Wolfsberger AC hat auf die Negativserie reagiert und Trainer Thomas Silberberger entlassen. Nachfolger wird Manfred Schmid, der die Kärntner bereits von März 2023 bis Sommer 2024 betreut hatte.

Das Schlusslicht der Bundesliga hat am Donnerstag einen Trainerwechsel vollzogen. Manfred Schmid kehrt zum WAC zurück und löst Thomas Silberberger ab, der die Wolfsberger seit dem Frühjahr gecoacht hatte. Silberberger war es gelungen, den Abstieg zu verhindern, doch in der laufenden Saison steckt der Club in einer tiefen Krise. Fünf Pleiten hintereinander brachten nun die Entscheidung der Vereinsführung um Präsident Dietmar Riegler.

Riegler würdigte Silberbergers Verdienste in einer Aussendung: Der Trainer habe dem Verein „in einer äußerst schwierigen Situation geholfen“ und ihn vor dem Abstieg bewahrt. Die jüngsten Resultate hätten die Verantwortlichen jedoch zu einer Veränderung gezwungen.

Vielversprechender Start, dann der Absturz

Im April hatte Silberberger den WAC als Vorletzten übernommen. Er schaffte es, die Mannschaft ins Europacup-Play-off-Halbfinale zu führen. Die neue Spielzeit startete mit einem Erfolg gegen die Wiener Austria und einem Remis gegen Salzburg hoffnungsvoll. Danach folgte jedoch der Einbruch: In den vergangenen sieben Runden holten die Kärntner lediglich einen Punkt.

Für Silberberger kam die Trennung daher nicht völlig unerwartet. Er räumte ein, dass die sportliche Entwicklung eine Dynamik erreicht habe, die den Vereinsentscheid nachvollziehbar mache. Persönlich bedauere er die Entscheidung sehr, doch das gehöre zum Fußballgeschäft. Der Club sei ihm ans Herz gewachsen, der Abschied falle ihm daher „alles andere als leicht“, so der Tiroler.

Schmid kennt den Club bereits bestens

Manfred Schmid ist im Lavanttal kein Unbekannter. Der 55-jährige Wiener trainierte die Wolfsberger bereits von März 2023 bis Sommer 2024 und gewann in dieser Zeit zweimal die Qualifikationsgruppe. Bereits am Donnerstagnachmittag leitete er die erste Trainingseinheit. Sein Debüt gibt Schmid ausgerechnet in Hartberg – jenem Verein, der ihn nach der Vorsaison trotz Erreichen der Meistergruppe entlassen hatte.

Schmid betonte in der Clubaussendung, er kenne den WAC „in- und auswendig“. Das sei in dieser Phase ein erheblicher Vorteil, weil sich die Einarbeitungszeit deutlich verkürze. So könne er sich sofort auf die Arbeit mit dem Team konzentrieren. Er plane nun „zahlreiche Gespräche“, der Fokus liege auf offener Kommunikation.

Präsident hofft auf rasche Wende

Riegler setzt auf eine baldige Trendwende. Schmid habe bereits einmal gezeigt, dass er die Mannschaft nach einer schwierigen Phase auf Kurs bringen könne. Der Vereinsboss ist überzeugt, dass dies auch diesmal gelingen werde.

Quelle: APA

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