„Schmidatal Work“ in Ziersdorf eröffnet

Im Wirtschaftspark Ziersdorf ist am Freitag das Projekt „Schmidatal Work“ feierlich in Betrieb genommen worden. Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und Altlandeshauptmann Erwin Pröll nahmen gemeinsam mit den Bauherren und Bürgermeistern der Region an der Eröffnung teil.
Das neue Gewerbeprojekt bietet 31 Garagen in vier unterschiedlichen Größen sowie Büro-, Gewerbe- und Lagerflächen zur Miete an. Die Bauherren Martin Schenter und Christian Eibel haben das Vorhaben gemeinsam mit Bürgermeister Stefan Schröter und den Gemeinden des Schmidatals realisiert.
Johanna Mikl-Leitner betonte bei der Eröffnung, dass der Wirtschaftspark zeige, welche Kraft entstehe, wenn Gemeinden, Politik und Wirtschaft zusammenarbeiten. Unter Erwin Pröll sei der Grundstein für den Wirtschaftspark gelegt worden, nun folge der nächste Schritt. „Arbeitsplätze in der Region und für die Region zu schaffen“, sei das Ziel geblieben, so die Landeshauptfrau.
Miteinander und Infrastruktur als Erfolgsfaktoren
Um eine Region voranzubringen, brauche es das Miteinander und gute Infrastruktur, erklärte Mikl-Leitner. Die sechs Gemeinden würden den interkommunalen Wirtschaftspark vorbildlich leben. Neben Verkehrsanbindung und schnellem Internet benötigten Betriebe Platz und Raum, der hier geschaffen worden sei. „Hier spürt man: Hier wird an einer gemeinsamen Zukunft gearbeitet“, sagte die Landeshauptfrau.
Schmidatal Work biete Platz für unterschiedlichste Betriebe – vom Handwerker über Familienbetriebe bis zu Unternehmen, die einen neuen Standort suchen. Die Landeshauptfrau bezeichnete das Projekt als Vorzeigeprojekt für die Region.
Wirtschaftsstrategie und Entbürokratisierung
Mikl-Leitner sprach auch die Herausforderungen für Unternehmer an: steigende Kosten, Fachkräftemangel und internationaler Wettbewerb. In Niederösterreich setze man auf „Leistung, Eigenverantwortung und Hausverstand“. Diese Tugenden seien die Basis für die Wirtschaftsstrategie 2030+.
Man habe jedes sechste Landesgesetz entbürokratisiert, eine neue Umbauordnung mache Bauen und Sanieren günstiger und effizienter. Mit der Task Force Wirtschaft würden Unternehmen unterstützt, damit Verfahren schneller zu Entscheidungen führen. Es brauche wieder mehr Mut und Optimismus, um die Regionen weiterzuentwickeln, so die Landeshauptfrau.
Großteil der Flächen bereits verkauft
Bürgermeister Stefan Schröter hob die Bedeutung des Wirtschaftsparks für Ziersdorf und die Schmidatal-Gemeinden hervor. Das Projekt sei ein weiterer Meilenstein in der Entwicklung. 80 Prozent der Gesamtfläche seien bereits verkauft, für die restliche Fläche gebe es bereits Interessenten. Die EVN plane etwa einen Schnellladepark, was zusätzliche Frequenz bringen werde.
Bauherr Martin Schenter erklärte, dass Ziersdorf ein großes Einzugsgebiet habe und man Projekte relativ rasch in vier Bezirken umsetzen könne. Gerade kleine und mittlere Unternehmen suchten flexible Flächen. Mit dem Angebot von Schmidatal Work und Schmidatal Garagenlager könnten Unternehmer flexibel das mieten, was sie aktuell benötigen. „Arbeiten, Vernetzen, Wachsen“, dafür stehe Schmidatal Work.
Erweiterung möglich
Im Erdgeschoss sind eine Heilmassage und eine Fußpflege untergebracht, auch Baumeister Christian Eibel hat sein Büro dort. Von 31 Garagen seien bereits 16 vermietet, zwei weitere Übergaben seien geplant. Eibel führte aus, dass auf etwas mehr als der Hälfte des Grundstücks gebaut worden sei. Bei entsprechender Nachfrage könnte das Projekt auf der Südseite erweitert werden.
Unter den Ehrengästen waren Bezirkshauptmann Karl-Josef Weiss, Nationalratsabgeordneter Christian Lausch, Hollabrunns Bürgermeister und WKNÖ-Obmann Alfred Babinsky, Altbürgermeister Hermann Fischer und Peter Steinbach, Obmann der LEADER Region Weinviertel-Manhartsberg.
Quelle: OTS
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