Schrems: 300 Menschen durch neuen Hochwasserschutz gesichert

In Schrems schützt ein neues Hochwasserschutzprojekt am Braunaubach ab sofort rund 300 Menschen und 130 Häuser vor einem hundertjährlichen Hochwasser. Insgesamt wurden 6,6 Millionen Euro in die Maßnahmen investiert.
Das Hochwasserschutzprojekt am Braunaubach in Schrems ist fertiggestellt. Damit sind künftig etwa 300 Personen und 130 Gebäude vor einem hundertjährlichen Hochwasserereignis geschützt. Das betonte LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf bei der Eröffnung des Projekts.
Die Gesamtkosten belaufen sich auf 6,6 Millionen Euro. Das Land Niederösterreich und der Bund finanzierten jeweils 2,64 Millionen Euro, die Stadtgemeinde Schrems steuerte 1,32 Millionen Euro bei.
Bund und Gemeinde betonen Bedeutung
Umweltminister Norbert Totschnig verwies darauf, dass sein Ministerium österreichweit laufend in bauliche Maßnahmen und ökologische Verbesserungen investiere. Für das Projekt in Schrems stelle der Bund rund 2,6 Millionen Euro bereit. Jeder investierte Euro sei eine Investition in mehr Sicherheit, eine intakte Umwelt und die Zukunft.
Der Schremser Bürgermeister David Süß bezeichnete das fertiggestellte Projekt als großen Schritt für die Sicherheit der Bevölkerung. Gerade das Hochwasser 2024 habe gezeigt, dass eine bestmögliche Vorbereitung auf solche Naturereignisse notwendig sei. Aktuell werde von Experten ein neuer Gefahrenzonenplan ausgearbeitet, der die Grundlage für künftige Projekte im Gemeindegebiet bilden werde, insbesondere von Schrems Richtung Eugenia und Langegg.
Technische Umsetzung und ökologische Aufwertung
Der hundertjährliche Hochwasserschutz wurde vor allem durch die Aufweitung des Abflussprofils und die Optimierung des Sohlgefälles am Braunaubach erreicht. Die Maßnahmen erstreckten sich über eine Länge von rund einem Kilometer.
Das Flussbett wurde mit vorhandenem Sohlsubstrat gestaltet. Durch die Verlegung grober Wurfsteine an den Böschungen, variable Sohlschwellen und den Einbau mehrerer Buhnen konnte der Braunaubach auch ökologisch erheblich aufgewertet werden.
Bestehende Uferböschungen und Ufersicherungen wurden abschnittsweise saniert, Ufermauern den hydraulischen Erfordernissen entsprechend erhöht oder angepasst. Die Parkbrücke im oberen Abschnitt und der Sportplatzsteg mussten erneuert und vergrößert werden. Bei einzelnen Objekten waren gesonderte Schutzmaßnahmen erforderlich.
Niederösterreich setzt auf Hochwasserschutz
Pernkopf erklärte, dass seit 2002 etwa 800 Hochwasserschutzprojekte umgesetzt worden seien. Dadurch seien mehr als 300 Gemeinden sicherer gemacht worden. Hochwasserschutz sei heute immer ein Mix aus Dämmen, mobilen Elementen und Wasserrückhalt. Ein Drittel fließe in Projekte, mit denen Gewässern mehr Platz gegeben werde.
Zu den größeren Maßnahmen, die derzeit in Bauphase stehen, zählen unter anderem der Hochwasserschutz in Wöllersdorf-Steinabrückl, St. Veit an der Gölsen und Zellerndorf.
Quelle: OTS
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