Schüler erlebten Gerichtsalltag am Straflandesgericht Graz

Eine Schulklasse aus Graz bekam Einblick in das österreichische Rechtssystem. Im Rahmen von „Justiz macht Schule“ besuchten Jugendliche das Straflandesgericht.
Die dritte Klasse der Büroausbildung war zu Gast am Straflandesgericht Graz. Das Projekt „Justiz macht Schule“ ermöglichte den Jugendlichen einen praxisorientierten Zugang zum Rechtswesen. Begleitet wurden sie von einer Staatsanwältin und einer Richterin.
Zunächst stellten die beiden Juristinnen die verschiedenen Berufsbilder im Gerichtswesen vor. Die Schülerinnen und Schüler erfuhren, welche Funktionen Richterinnen und Richter, Staatsanwältinnen und Staatsanwälte sowie weitere Beteiligte übernehmen. Danach wurde erläutert, welche Strafmaße bei unterschiedlichen Delikten drohen und wie diese bemessen werden.
Fallbeispiele zeigten rechtliche Grenzen auf
Anhand konkreter Beispiele aus der Praxis diskutierten die Jugendlichen, wo die Grenze zwischen erlaubtem und strafbarem Verhalten verläuft. Dabei wurde deutlich: Was im Alltag unbedenklich erscheint, kann rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen. Andererseits ist nicht jedes Fehlverhalten automatisch eine Straftat.
Rollenspiel simulierte Gerichtsverhandlung
Zum Abschluss wurde es praktisch: In einem Rollenspiel übernahmen die Schülerinnen und Schüler selbst die Positionen von Richterin oder Richter, Staatsanwältin oder Staatsanwalt, Opfer, Zeugin oder Zeuge sowie Täterin oder Täter. So konnten sie nachvollziehen, wie eine Verhandlung abläuft und welche unterschiedlichen Sichtweisen die Beteiligten einnehmen.
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