Schüler lernen respektvolle Konfrontation im Workshop

Wie spricht man Probleme an, ohne zu verletzen? Schülerinnen und Schüler dreier Klassen haben in einem praxisnahen Kommunikationsworkshop gelernt, wie man schwierige Gespräche führt und eigene Bedürfnisse erkennt.
Die Klassen 1U, 1L und 1ALG haben sich in einem Workshop intensiv mit Kommunikation und Konfliktlösung auseinandergesetzt. Unter der Leitung von Silvia Silber beschäftigten sich die Jugendlichen mit Fragen wie: Wie konfrontiert man jemanden, ohne verletzend zu sein? Was läuft in schwierigen Gesprächssituationen ab? Und welche Bedürfnisse verbergen sich hinter bestimmten Verhaltensweisen?
Der Workshop setzte nicht auf theoretische Vorträge, sondern auf gemeinsames Ausprobieren und praktisches Erleben. Durch verschiedene Übungen und Beispiele aus dem Alltag konnten die Schülerinnen und Schüler nachvollziehen, wie Kommunikation abläuft und wie rasch Missverständnisse entstehen. Gemeinsam erarbeiteten sie Strategien, wie man in herausfordernden Situationen reagiert, die eigene Sichtweise deutlich macht und dabei respektvoll bleibt.
Konfrontation muss nicht Streit bedeuten
Ein zentrales Thema war die Konfrontation. Die Jugendlichen erfuhren, dass Konfrontation nicht zwangsläufig mit Streit gleichzusetzen ist. Es geht vielmehr darum, Dinge offen anzusprechen, eigene Grenzen wahrzunehmen und gleichzeitig die Perspektive des Gegenübers im Blick zu behalten.
Auch die Auseinandersetzung mit den eigenen Bedürfnissen spielte eine zentrale Rolle. Die Schülerinnen und Schüler stellten sich Fragen wie: Was brauche ich gerade? Warum reagiere ich in bestimmten Situationen auf eine bestimmte Weise? Und welche Bedürfnisse könnten hinter dem Verhalten anderer stecken? Die praktischen Übungen führten zu vielen interessanten Gesprächen und neuen Sichtweisen.
Impulse für Schule und Leben
Der Workshop lieferte den Teilnehmenden zahlreiche Anregungen, die über den Schulalltag hinausgehen. Gute Kommunikation ist in der Klasse, im Internat, in der Familie, im Freundeskreis und später im Berufsleben gefragt.
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