Schüler lernten PCR und Wundnaht in Graz

Eine Klasse besuchte Ende September das Offene Labor der Karl-Franzens-Universität und die Medizinische Universität Graz. Dabei standen virologische Testverfahren und medizinische Praxis auf dem Programm.
Die 7AN fuhr am 29. September mit Professorin Alexandra Fuchs nach Graz. Dort besuchten die Schüler zwei Einrichtungen: das Offene Labor der Karl-Franzens-Universität und einen Workshop an der Medizinischen Universität.
Virologische Tests im Labor
Im Offenen Labor erfuhren die Teilnehmer, wie sich Viren mit speziellen Testverfahren nachweisen lassen. Präzision sei dabei entscheidend, hieß es – schon kleine Fehler könnten das Ergebnis verfälschen. Die Gruppe führte eine PCR (Polymerasekettenreaktion) und einen ELISA (Antigentest) durch. Zum Abschluss pipettierten sie die PCR-Proben in ein Agarosegel mit blauem Farbstoff und machten eine Elektrophorese. Unter einer Blaulichtlampe wurden die Ergebnisse sichtbar – manche Proben waren positiv, andere negativ.
Das Pipettieren und die Beschäftigung mit Virologie hätten viel Spaß gemacht, berichtet Marie Trausmüller aus der 7AN. Allerdings seien die Power-Point-Präsentationen unter Zeitdruck rasch durchgegangen, viele Fachbegriffe seien verwendet worden.
Tierversuche und medizinische Praxis
An der Med-Uni-Graz stand das Thema Tierversuche in der Medizin im Mittelpunkt. Die Schüler erfuhren, dass Versuchstiere gut versorgt würden und Ärzte sowie Pfleger darauf achteten, Schmerzen minimal zu halten. Zwischen den Versuchen hätten die Tiere genügend Zeit zur Erholung. Tierversuche seien notwendig, um neue Behandlungsmethoden und Medikamente zu erforschen, wurde erklärt.
Praktisch ging es weiter: Die Gruppe lernte, wie man Katheter einführt und Wunden vernäht. Auch hier durften die Schüler pipettieren. Zudem wurden ihnen die Unterschiede zwischen verschiedenen Ratten- und Mäusekäfigen erläutert.
Die Betreuer seien sehr nett und geduldig gewesen, lobt Trausmüller. Besonders die Med-Uni habe ihr gefallen, da sie schon immer nähen und mit Nadeln umgehen lernen wollte. Auch die angebotenen Snacks in den Pausen seien nett gewesen. Dennoch bleibe sie skeptisch, ob Tierversuche tatsächlich so harmlos abliefen, wie dargestellt.
Insgesamt sei die Exkursion lehrreich und informativ gewesen und habe sie für ein Medizinstudium motiviert, resümiert die Schülerin. Der Tag sei toll organisiert gewesen, Stress habe es nie gegeben. Solche Exkursionen sollten auch mit anderen NWL-Gruppen durchgeführt werden.
Quelle: https://www.gym-hartberg.ac.at/2026/nwl-exkursion-der-7an
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