Schüler verbrachten Erasmus-Monat in Finnland

Mona HopfingerMona Hopfinger
Drei Personen gehen auf einem Waldweg zu einem roten Holzhaus mit grünem Dach.
© koernergymnasium.at

Das Erasmus+-Programm ermöglichte ihnen Einblicke in das finnische Schulsystem und die lokale Kultur.

Anfang September reisten zwei österreichische Schüler für vier Wochen nach Hanko, die südlichste Stadt Finnlands. Der Aufenthalt wurde über das Erasmus+-Programm organisiert und fand am Ende des vergangenen Schuljahres seine Bestätigung.

Die erste Woche verbrachten die beiden bei Joanna, ihrer Koordinatorin und Lehrerin am Hanko Gymnasium. Sie holte die Schüler am Bahnhof in Helsinki ab und führte sie durch die Stadt. Dabei erfuhren sie unter anderem von den historischen Spuren des Zweiten Weltkriegs: In Hanko sind noch heute zahlreiche Befestigungsanlagen und Kanonen aus der Zeit der russischen Belagerungen zu sehen.

Schulalltag in schwedischsprachiger Schule

Bereits am Sonntagnachmittag wurde den Jugendlichen die Schule gezeigt. Da in Hanko sowohl Schwedisch als auch Finnisch gesprochen wird, besuchten sie eine schwedischsprachige Einrichtung. Besonders auffällig waren für sie die Unterschiede zum österreichischen Schulsystem: Die Beziehung zwischen Lehrpersonen und Schülern ist in Finnland deutlich informeller, auch die Unterrichtsgestaltung weicht ab.

Leben in Gastfamilien und Ausflüge

In den folgenden Wochen waren die Schüler in verschiedenen Gastfamilien untergebracht. Obwohl sie in der zweiten und dritten Woche nicht in derselben Familie lebten, unternahmen sie gemeinsame Ausflüge mit ihren Klassenkameraden. Dazu zählten ein Besuch in Helsinki mit Besichtigung von Sehenswürdigkeiten, ein Nachmittag auf dem Jahrmarkt in Ekenäs sowie eine Geburtstagsfeier.

Zweimal hatten die Jugendlichen die Gelegenheit, mit Booten zu finnischen Sommerhäuschen zu fahren. Diese liegen mitten in der Natur direkt am Meer, teilweise auf eigenen Scheren – kleinen Inseln im Meer. Viele der Häuser sind traditionell ausgestattet und verfügen über keine eigene Toilette, Heizung außer der Sauna und manchmal nicht einmal über fließendes Wasser.

Kulinarische Entdeckungen

Während des Aufenthalts probierten die Schüler zahlreiche finnische Spezialitäten, darunter Karjalanpiirakka (Karelische Piroggen), Roggenbrot und Lohikeitto (Lachssuppe).

Die beiden Jugendlichen zeigten sich zufrieden mit ihrer Entscheidung für den Auslandsmonat. Sie hätten neue Eindrücke gewonnen, seien selbstständiger geworden und hätten sich der Herausforderung gestellt, sich an eine andere Kultur anzupassen. Zudem hätten sie neue Freundschaften geschlossen, mit denen sie in Kontakt bleiben möchten.

Quelle: https://koernergymnasium.at/auslandsaufenthalt-finnland

Worüber spricht Linz morgen?

Kostenloses News Briefing aus deiner Region – jeden Morgen um 6 Uhr.

Mit der Anmeldung nimmst du die Datenschutzerklärung zur Kenntnis.

austria.com auf Google bevorzugen.