Schulassistenz für Laurena: Lösung nach Landtagsdebatte

Pia ProdingerPia Prodinger
Leere Schulklasse mit Reihen von Holztischen und Stühlen, durch Fenster fällt Licht
© steiermark.neos.eu

Die siebenjährige Laurena aus Stadl an der Mur kann nun die Sonderschule in Tamsweg besuchen. Zwei Tage nach einer Dringlichen Anfrage der NEOS im steirischen Landtag wurde eine Lösung für die Schulassistenz gefunden.

Laurena erhält nun die notwendige Schulassistenz für den Besuch der Sonderschule im salzburgischen Tamsweg. Die Siebenjährige aus Stadl an der Mur hatte monatelang auf eine Lösung gewartet, obwohl der Transport zur nur 19 Kilometer entfernten Schule bereits genehmigt war. Gescheitert war der Schulbesuch an der Finanzierung der Assistenz.

Dringliche Anfrage brachte Bewegung

Die NEOS hatten den Fall mit einer Dringlichen Anfrage in den steirischen Landtag eingebracht, weil das Schuljahr bereits begonnen hatte und Laurena weiterhin zu Hause bleiben musste. FPÖ-Bildungslandesrat Stefan Hermann kündigte in der Debatte zunächst keine Änderung des steirischen Schulassistenzgesetzes an. Einen Antrag der NEOS für eine kurzfristige Absicherung betroffener Kinder lehnten FPÖ und ÖVP ab.

Zwei Tage später wurde die Lösung für Laurena bekanntgegeben. Die Familie hatte monatelang dafür gekämpft, dass ihr Kind jene Schule besuchen kann, die ihren Bedürfnissen entspricht.

Unterschiedliche Bundesländer-Regelungen als Problem

Die Steiermark knüpft die Schulassistenz an den Schulstandort, Salzburg entsprechende Leistungen grundsätzlich an den Wohnsitz. Diese unterschiedlichen Zuständigkeiten und Finanzierungssysteme führten dazu, dass Laurena zwischen zwei Systemen feststeckte. Die Landesregierung hält mittlerweile selbst fest, dass genau diese unterschiedlichen Regelungen zum Problem geworden sind.

Laurena ist nicht der einzige grenzüberschreitende Fall. Gerade in Regionen nahe einer Landesgrenze kann die passende Schule im Nachbarbundesland näher und geeigneter sein als eine innerhalb der Steiermark.

NEOS fordern dauerhafte Regelung

Niko Swatek, Klubobmann der NEOS, erklärte: „Die Lösung kommt spät, aber sie kommt. Jetzt muss die Landesregierung dafür sorgen, dass die nächste Familie nicht wieder denselben Kampf führen muss.“

Langfristig seien österreichweit einheitliche Regeln notwendig, wer bei einem grenzüberschreitenden Schulbesuch die notwendige Assistenz organisiert und finanziert. Bis dahin müsse die Steiermark sicherstellen, dass kein steirisches Kind zwischen unterschiedlichen Regelungen durchfällt. Eltern dürften nicht monatelang zwischen Behörden und Bundesländern hin- und hergeschickt werden, und es dürfe nicht von politischem Druck abhängen, ob eine Lösung gefunden werde.

Quelle: https://steiermark.neos.eu/blog/2026/9/schulassistenz-neos-wirkt-laurena-kann-endlich-zur-schule

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