Schulstart für 210.000 Kinder in Niederösterreich

In Niederösterreich hat das neue Schuljahr begonnen. Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister und Bundesminister Christoph Wiederkehr besuchten zum Schulstart das BG/BRG Groß-Enzersdorf und sprachen über die Schwerpunkte für das kommende Jahr.
Das neue Schuljahr hat in Niederösterreich für 210.000 Schülerinnen und Schüler begonnen. Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister und Bundesminister Christoph Wiederkehr besuchten aus diesem Anlass das BG/BRG Groß-Enzersdorf, wo sie die Erstklässler im Turnsaal begrüßten und sich mit Schülerinnen und Schülern der Klasse 2E austauschten.
Schwerpunkte: Miteinander und Medienkompetenz
Das Bundesland habe sich für das neue Schuljahr mehrere Schwerpunkte gesetzt, erklärte Teschl-Hofmeister. Man wolle das Miteinander an den Schulen stärken, indem Gewaltvorfälle vermieden und die Einhaltung von Regeln sichergestellt werde. Mit den Lehrpersonen an Pflichtschulen habe es dazu intensive Gespräche gegeben.
Die Landesrätin verwies auf die neue Suspendierungsbegleitung, die heuer erstmals gemeinsam mit dem Bund umgesetzt werde. Ein weiterer Fokus liege auf der Medienkompetenz. Das Verständnis für Medien und Politik sei in der heutigen Zeit besonders wichtig, so Teschl-Hofmeister.
Forderung nach eigener Sonderpädagogik-Ausbildung
In Niederösterreich gebe es 6.100 Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf. Diese würden sowohl in Sonderschulen als auch integrativ in Regelschulen betreut und benötigten gute Unterstützung. Die Landesrätin betonte, sie werde ihren Wunsch nach einer eigenen Ausbildung für Sonderpädagoginnen und -pädagogen weiterhin äußern.
Österreichweit 512.000 Schülerinnen und Schüler
Bundesweit beginne für 512.000 Schülerinnen und Schüler das Schuljahr, sagte Wiederkehr. Es sei ein Start mit vielen Änderungen und neuen Projekten zur Stärkung der Bildung. Der Minister nannte die Verstärkung der Schulpsychologie um 70 neue Planstellen und die Einführung des Chancenbonus.
Mit dem heutigen Tag trete auch das Kopftuchverbot in Kraft, damit sich junge Mädchen unter 14 Jahren frei entfalten könnten, so Wiederkehr. Bei der Deutschförderung hätten Schulen nun mehr Autonomie bei der Umsetzung am jeweiligen Standort. Zudem nannte er Maßnahmen wie Perspektivengespräche für Schulabbrecher. Sein Ziel sei es, die Schülerinnen und Schüler bestmöglich auf ihrem Bildungsweg zu unterstützen.
Quelle: OTS
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