Schulweg sicher gestalten: Tipps für Eltern zum Schulstart

Mit dem Schulbeginn im September stellt sich für viele Eltern die Frage nach einem sicheren Schulweg. Die Arbeiterkammer Burgenland gibt Ratschläge, wie Kinder optimal auf den Weg zur Schule und zurück vorbereitet werden können.
Der Schulstart bedeutet für zahlreiche Familien eine neue Herausforderung: Wie bewältigt das Kind den Weg zur Schule am sichersten? Ines Lukić-Zjajo, Verkehrsexpertin der Arbeiterkammer Burgenland, hat dazu praktische Empfehlungen zusammengestellt.
Besonders wichtig sei das gemeinsame Üben des Schulwegs, betont die Expertin. Junge Kinder lernen durch Wiederholung und positive Bestärkung. Dabei sollte das Kind selbst zeigen, wann und wo es eine Straße überqueren möchte – das fördere die Selbstständigkeit. Erwachsene sollten nur eingreifen, wenn Gefahr droht oder das Kind Fragen hat.
Grundregeln für mehr Sicherheit
Die AK Burgenland empfiehlt, Schutzwege, Ampeln und gesicherte Kreuzungen zu nutzen, auch wenn dies einen Umweg bedeutet. Gefahren durch abbiegende Fahrzeuge, parkende Autos und Einfahrten sollten mit dem Kind besprochen werden.
Die Sichtbarkeit spielt eine zentrale Rolle: Helle, auffällige Kleidung und Schultaschen sowie reflektierende Materialien erhöhen die Sicherheit deutlich. Fehlt ein Gehsteig, sollte am linken Fahrbahnrand gegangen werden, um entgegenkommende Fahrzeuge frühzeitig zu sehen.
Bei Fahrten mit Fahrrad oder Roller gilt: Die Geräte müssen verkehrssicher sein und regelmäßig überprüft werden, ein passender Helm ist unverzichtbar. Kinder sollten Strecken nur alleine fahren, wenn sie diese auch sicher beherrschen – dazu gehören die richtige Nutzung von Radwegen sowie Verkehrsregeln wie Handzeichen und Blickkontakt.
Öffentliche Verkehrsmittel und Kosten
Nutzt das Kind öffentliche Verkehrsmittel, sollte das sichere Verhalten an Haltestellen erklärt werden. Ausreichend Abstand zur Borsteinkante ist wichtig. Nach dem Aussteigen darf die Straße nicht unmittelbar vor oder hinter dem Fahrzeug überquert werden.
Bringen Eltern das Kind mit dem Auto, sollten geeignete Haltemöglichkeiten genutzt und das Kind immer auf der Gehsteigseite aussteigen gelassen werden.
Für den Schulweg mit öffentlichen Verkehrsmitteln stehen die Schüler- und Lehrlingsfreifahrt sowie das TOP-Jugendticket zur Verfügung. Der Selbstbehalt für die Schülerfreifahrt wird für das Schuljahr 2026/27 österreichweit um 10 Euro auf 29,60 Euro erhöht. Dieser Betrag entspricht dem Preis des VOR Jugendtickets, das Fahrten zwischen Wohnort und Schule beziehungsweise Lehrbetrieb an Schul- und Arbeitstagen ermöglicht.
Durch diese bundesweite Anpassung steigt auch der Preis des VOR TOP-Jugendtickets von bisher 88,60 Euro auf 101 Euro. Dieses Ticket ermöglicht Schülerinnen, Schülern und Lehrlingen die uneingeschränkte Nutzung aller Verbundlinien in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland, wie Lukić-Zjajo erklärt. Für Lehrlinge gibt es zusätzlich Fördermöglichkeiten des Landes Burgenland.
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