Schulwegunfälle in Salzburg auf Höchststand seit 2018

Im Vorjahr ereigneten sich in Salzburg 43 Schulwegunfälle – zehn mehr als 2024. Dabei wurden 40 Kinder verletzt, vier davon schwer. Tödliche Unfälle gab es zum 21. Mal in Folge keine, so der VCÖ.
Eine aktuelle Analyse des VCÖ auf Basis von Daten der Statistik Austria zeigt einen deutlichen Anstieg bei Schulwegunfällen in Salzburg. Mit 43 Unfällen wurde der höchste Wert seit 2018 erreicht. Die Zahl der verletzten Kinder stieg ebenfalls um zehn auf 40, wobei vier Kinder schwere Verletzungen erlitten.
Trotz des Anstiegs bleibt eine positive Bilanz bestehen: Zum 21. Mal in Folge gab es keinen tödlichen Schulwegunfall im Bundesland.
Schulwege sicherer als Freizeitwege
Generell seien Schulwege sicherer als Wege in der Freizeit, betont der VCÖ. Dazu tragen laut der Organisation zahlreiche Maßnahmen bei: Schülerlotsen, Verkehrsberuhigung im Schulumfeld und die gesteigerte Aufmerksamkeit anderer Verkehrsteilnehmer.
„Damit erlangen die Kinder Kompetenz für das richtige Verhalten im Straßenverkehr. Diese Erfahrung hilft ihnen bei all ihren Wegen, die sie in der Freizeit zurücklegen“, erklärte VCÖ-Expertin Klara Maria Schenk. Besonders Volksschulkinder hätten meist kurze Schulwege, die gut zu Fuß bewältigt werden können.
Tipps für einen sicheren Schulweg
Bei Schulanfängern empfiehlt der VCÖ, den Weg zur Schule bereits in den Ferien zu trainieren. Eltern sollten jene Route wählen, auf der weniger Autos unterwegs sind, ein durchgängiges Gehwegenetz existiert und weniger Straßen überquert werden müssen. Wichtig sei auch, das richtige Verhalten im Straßenverkehr zu besprechen und den Weg aus der Perspektive des Kindes zu betrachten.
„Wer auf Gefahren- oder Problemstellen am Schulweg des Kindes stößt, sollte diese am besten der Gemeinde sowie der Schuldirektion melden“, betonte Schenk. So könnten die zuständigen Stellen rasch Maßnahmen zur Entschärfung prüfen und umsetzen. Bei Kindern, die einen Schulbus nutzen, sei es wichtig, dass Haltestellen sicher erreichbar sind und sichere Querungsmöglichkeiten vorhanden sind.
Forderung nach mehr Verkehrsberuhigung
Der VCÖ fordert mehr Verkehrsberuhigung in Gemeinden und Städten. Dazu zählen mehr Tempo-30-Bereiche statt Tempo 50 sowie ein lückenloses Netz an Geh- und Radwegen. Vor Schulen würden autofreie Schulvorplätze oder Schulstraßen die Sicherheit erhöhen. Bei Schulstraßen wird die Straße am Morgen rund eine halbe Stunde vor Schulbeginn für den Kfz-Verkehr gesperrt, um ein gefährliches Verkehrschaos durch Elterntaxis zu verhindern.
Im Bundesländer-Vergleich liegt Salzburg mit der drittniedrigsten Zahl an Schulwegunfällen im vorderen Bereich. Nur das Burgenland und Vorarlberg verzeichneten weniger Unfälle. Die meisten Schulwegunfälle ereigneten sich in Oberösterreich mit 102 Fällen.
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