Schulwegunfälle in Salzburg stark gestiegen

Pia ProdingerPia Prodinger
©APA/EVA MANHART (Symbolbild)

In Salzburg hat sich die Zahl der Unfälle auf dem Schulweg im Vorjahr deutlich erhöht. Der VCÖ mahnt vor Schulbeginn zu mehr Vorsicht und erinnert an besondere Regeln für den Verkehr mit Kindern, so der ORF.

Kurz vor dem Start des neuen Schuljahres weist der VCÖ darauf hin, dass für Kinder der Vertrauensgrundsatz im Straßenverkehr nicht gilt. In Bereichen, wo sich Kinder aufhalten, müsse die Geschwindigkeit entsprechend angepasst werden. Auch sogenannte Elterntaxis würden rund um Schulen wiederholt zu Verkehrsproblemen führen und seien auch für die eigenen Kinder nicht von Vorteil.

Bei der Annäherung an Schutzwege wie Zebrastreifen sei es verpflichtend, das Fahrzeug so zu führen, dass ein Anhalten vor dem Schutzweg jederzeit möglich ist.

40 Kinder verletzt

VCÖ-Expertin Klara Maria Schenk betont: „Die im Vorjahr gestiegene Anzahl an Schulwegunfällen ist eine Mahnung, verstärkt daran zu arbeiten, dass unsere Kinder sicher zur Schule kommen. Umso mehr, als es zahlreiche wirksame Maßnahmen gibt, die die Verkehrssicherheit von Kindern erhöhen“.

In Salzburg erhöhte sich die Anzahl der Schulwegunfälle im Vorjahr um zehn – von 33 auf 43. Laut VCÖ war dies der höchste Wert seit 2018. Bei diesen Unfällen wurden 40 Kinder verletzt.

„Unsichtbarer Schutzweg“ seit über 30 Jahren

Die Straßenverkehrsordnung enthält zudem eine spezielle Regelung für Kindergruppen ab drei Kindern. Unabhängig davon, ob die Kinder beaufsichtigt sind oder nicht, müssen Autofahrer der Kindergruppe das Überqueren der Fahrbahn ermöglichen, wenn diese das möchte. Dieser „unsichtbare Schutzweg“ ist laut VCÖ seit mehr als 30 Jahren im österreichischen Recht verankert.

Quelle: https://salzburg.orf.at/stories/3370745/

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