Schwarz-Fuchs vertrat Österreich bei Karpaten-Gipfel

Mona HopfingerMona Hopfinger
Regionale Zusammenarbeit mit EU-Symbol, Fabrik, Windrädern, Brücke und Berglandschaft
© Mit KI (Gemini) generiert

Bundesratspräsidentin Christine Schwarz-Fuchs nahm vom 17. bis 20. September am Gipfel der Karpaten-Integrationsinitiative in der Ukraine teil. Die Initiative will die Kooperation der acht Karpatenstaaten in Wirtschaft, Infrastruktur und Energie stärken.

Die Bundesratspräsidentin Christine Schwarz-Fuchs hat Österreich beim Gipfeltreffen der Karpaten-Integrationsinitiative in der Ukraine repräsentiert. Die Initiative verfolgt das Ziel, die Kooperation zwischen den Staaten und Regionen des Karpatenraums auszubauen. Schwerpunkte liegen auf gemeinsamen Projekten in den Feldern Wirtschaft, Infrastruktur, Energie, Umwelt sowie grenzüberschreitender Zusammenarbeit. Am Gipfel beteiligten sich die acht Staaten des Karpatenraums sowie Delegierte von EU-Institutionen, Regionen und Wirtschaft.

„Gerade die Regionen wissen sehr genau, wo grenzüberschreitende Zusammenarbeit konkret ansetzen muss. Gut ausgebaute Verkehrswege, eine sichere Energieversorgung, wirtschaftliche Zusammenarbeit und der direkte Austausch zwischen Gemeinden und Regionen schaffen Stabilität und neue Perspektiven. Die Karpatenregion hat hier großes Potenzial“, sagte Schwarz-Fuchs bei ihrem Besuch.

Treffen mit Selenskyj und ukrainischer Regierung

Im Zuge des Gipfels traf die Bundesratspräsidentin mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, First Lady Olena Selenska, Premierminister Serhij Korezkyj, dem Präsidenten der Werchowna Rada, Ruslan Stefantschuk, sowie Wirtschafts- und Umweltminister Oleksandr Krawtschenko zusammen. Schwarz-Fuchs nahm außerdem an der gemeinsamen Pressekonferenz teil. Mit Myroslaw Biletskyj, Gouverneur der Oblast Transkarpatien, führte sie Gespräche über regionale und grenzüberschreitende Kooperation.

Rolle der Regionen im Fokus

Ein zentrales Thema war die Bedeutung der Regionen und Gemeinden. Schwarz-Fuchs beteiligte sich an einer Podiumsdiskussion zur lokalen und regionalen Dimension der Initiative. Diskutiert wurde, wie regionale und grenzüberschreitende Kooperation zu wirtschaftlicher Entwicklung, Zusammenhalt und Sicherheit in der Karpatenregion beitragen kann.

„Europa lebt nicht nur von der Zusammenarbeit auf nationaler Ebene. Gerade die Regionen und Gemeinden sind entscheidend dafür, dass europäische Zusammenarbeit für die Menschen konkret spürbar wird. Deshalb müssen sie von Beginn an aktiv eingebunden werden“, betonte die Bundesratspräsidentin.

Hochkarätige Teilnehmer beim Wirtschaftsforum

Am Wirtschaftsforum nahmen neben Schwarz-Fuchs unter anderem der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj, der rumänische Präsident Nicușor Dan, Polens Premierminister Donald Tusk, Serbiens Präsident Aleksandar Vučić sowie der Erste Vizepräsident des tschechischen Senats Jiří Drahoš teil. Auch der burgenländische Landeshauptmann Hans Peter Doskozil war vertreten.

Die Karpaten-Integrationsinitiative strebt eine dauerhafte Stärkung der Zusammenarbeit zwischen Staaten, Regionen und Gemeinden an. Im Zentrum stehen Energie und Versorgungssicherheit, Verkehrs- und Logistikverbindungen, Umweltschutz sowie gemeinsame grenzüberschreitende Projekte. Auch die Entwicklung einer eigenen EU-makroregionalen Strategie für die Karpatenregion EUSCARP war Thema der Gespräche.

Besuch bei österreichischen Skifabriken

Nach den politischen Gesprächen und dem Wirtschaftsforum besuchte Schwarz-Fuchs gemeinsam mit dem ukrainischen Botschafter in Österreich, Wassyl Chymynez, die Skifabriken der österreichischen Unternehmen Fischer Sports in Mukatschewo und Blizzard Sport GmbH in Tschop.

„Gerade in wirtschaftlich und politisch schwierigen Zeiten zeigt sich, wie wichtig langfristige Partnerschaften und verlässliche wirtschaftliche Beziehungen sind. Österreichische Unternehmen schaffen Arbeitsplätze, Know-how und Perspektiven und leisten damit auch einen wichtigen Beitrag zur regionalen Entwicklung“, erklärte Schwarz-Fuchs nach dem Betriebsbesuch.

Die Reise der Bundesratspräsidentin in die Ukraine fand vom 17. bis 20. September 2026 statt. Fotos von der Reise sind im Webportal des Parlaments verfügbar.

Quelle: PK

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