Schwarzenau optimiert Nutzung von Sonnenstrom

Die Marktgemeinde Schwarzenau will ihre Photovoltaikanlagen effizienter nutzen. Eine Beratung der Energie- und Umweltagentur NÖ zeigt Potenziale für mehr Eigenversorgung – vor allem durch Batteriespeicher und die Verteilung des Stroms auf mehrere Gemeindeobjekte.
Auf gemeindeeigenen Gebäuden in Schwarzenau sind derzeit Photovoltaikanlagen mit rund 86 kWp Leistung installiert. Bis 2030 soll dieser Wert laut Klimakompass auf 147 kWp wachsen. Gemeindeweit sind Anlagen mit etwa 2.252 kWp in Betrieb.
Um den selbst erzeugten Strom besser zu nutzen, holte sich die Gemeinde Unterstützung von der Energie- und Umweltagentur des Landes NÖ (eNu). Im Rahmen einer Photovoltaik- und Speicherberatung wurden mehrere kommunale Einrichtungen unter die Lupe genommen: zwei Kläranlagen, das Gemeindezentrum, der Generationentreff und die Volksschule. Untersucht wurde, wie der Sonnenstrom künftig optimal auf mehrere Objekte verteilt werden kann.
Eigenversorgungsanlagen ermöglichen Stromverteilung
Ein zentraler Punkt der Beratung war die neue Möglichkeit von Eigenversorgungsanlagen. Sie schaffen die rechtliche Basis, um Strom aus gemeindeeigenen PV-Anlagen für mehrere Verbrauchsstellen zu verwenden.
Großes Potenzial sehen die Fachleute in der Zusammenlegung von Zählpunkten. Dadurch könnte künftig auch die Straßenbeleuchtung verstärkt mit selbst erzeugtem Sonnenstrom versorgt werden. Zudem würde der Verwaltungsaufwand sinken, weil weniger einzelne Stromabrechnungen anfallen.
Ein Vorteil: Die Gemeinde hat bei früheren Projekten bereits Leerverrohrungen eingeplant. Die technische Umsetzung einer Zusammenlegung wäre daher ohne größeren Zusatzaufwand möglich.
Batteriespeicher für Kläranlagen besonders geeignet
Auch der Einsatz von Batteriespeichern wurde geprüft. Besonders bei den beiden Kläranlagen sehen die Experten großes Potenzial. Wegen ihres konstanten und gut planbaren Stromverbrauchs eignen sich diese Standorte ideal, um überschüssigen Sonnenstrom zwischenzuspeichern und später selbst zu nutzen.
Durch die Kombination von Photovoltaik und Batteriespeichern lässt sich der Eigenverbrauch deutlich steigern. Das senkt die Strombezugskosten und macht die Gemeinde unabhängiger von externen Energiepreisen.
„Als ersten Schritt wollen wir die neue Möglichkeit der Eigenversorgungsanlage nutzen. Damit können wir den Strom aus unseren Photovoltaikanlagen künftig auf mehrere Gemeindeobjekte verteilen. Gemeinsam mit Batteriespeichern und der Zusammenlegung von Zählpunkten schaffen wir die Grundlage, unsere Anlagen noch wirtschaftlicher zu betreiben und gezielt auszubauen“, betont Bürgermeister Karl Elsigan.
Beratung für niederösterreichische Gemeinden
Die Photovoltaik- und Speicherberatung der eNu unterstützt niederösterreichische Gemeinden dabei, Potenziale für die Eigenversorgung mit erneuerbarer Energie zu erkennen.
Quelle: https://www.schwarzenau.at/Photovoltaik_in_Schwarzenau_soll_kuenftig_noch_effizienter_genutzt_werden
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