Schwechat: PFAS-4-Wert im Trinkwasser bleibt konstant

Mathias FischerMathias Fischer
© Mit KI (Gemini) generiert

Im Trinkwasser von Schwechat (Bezirk Bruck an der Leitha) bleibt die Belastung mit besonders gefährlichen Ewigkeitschemikalien unverändert. Umweltorganisationen verlangen strengere Grenzwerte und konkrete Maßnahmen.

Die Konzentration der vier besonders problematischen Ewigkeitschemikalien im Schwechater Trinkwasser liegt weiterhin bei 8,4 Nanogramm pro Liter. Das zeigt ein Gutachten vom Oktober, das die Gemeinde am Donnerstag veröffentlichte. Zwar sank der Gesamtwert aller PFAS von 0,037 auf 0,028 Mikrogramm pro Liter und bleibt damit unter dem EU-Grenzwert von 0,1 Mikrogramm. Doch die Belastung mit PFAS-4 – jenen vier Substanzen, die sich im Körper anreichern – verharrte auf dem Niveau der Juli-Messung.

Umweltorganisationen fordern strengeren Grenzwert

Greenpeace und Global 2000 verlangen vom Gesundheitsministerium einen eigenen Grenzwert für PFAS-4 von maximal vier Nanogramm pro Liter. Grundlage ist ein toxikologisches Gutachten aus Schweden. „Fehlende und zu niedrige Grenzwerte lassen Kinder und Erwachsene ungeschützt zurück“, erklärte Madeleine Drescher von Greenpeace. Die Gifte müssten endlich aus dem Alltag verschwinden.

Helmut Burtscher-Schaden von Global 2000 forderte konkrete Schritte: „Jetzt muss die Stadtgemeinde Schwechat konkrete Maßnahmen setzen, um die Menschen mit sicherem Trinkwasser zu versorgen.“ Nötig seien ein klarer Zeitplan und regelmäßige Messungen, die den Erfolg der Maßnahmen belegen.

Grundwasserbelastung durch Löschschaum

Im Mai war bekannt geworden, dass Grundwasser und private Hausbrunnen in der Katastralgemeinde Mannswörth im Umfeld der OMV-Raffinerie großflächig mit PFAS belastet sind. Ursache war PFAS-haltiger Löschschaum, der bei Übungen eingesetzt wurde. Ein direkter Zusammenhang zwischen dieser Verschmutzung und den Werten im öffentlichen Leitungswasser ist nicht nachgewiesen. Die OMV hat ihre Messdaten bisher nicht offengelegt.

Bürgermeisterin Karin Baier (SPÖ) kündigte weitere regelmäßige Tests an. Zeitnah werde es einen Abstimmungstermin mit Fachleuten geben. Man wolle „alles, was möglich ist, dazu beitragen, um auch diesen Wert geringer zu bekommen“, so Baier.

Quelle: APA

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