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Schweinefleischpreis stürzt ab – Bauern mit 20 Euro Verlust pro Tier

Mathias FischerMathias Fischer
Schweinebestand: Trauriges Schwein, fallende Kurve, Euro-Münzen, Stopp-Schild, Tierverluste, Betriebe: 5.200 → 3.800
© Mit KI (Gemini) generiert

Die Afrikanische Schweinepest sorgt für einen dramatischen Preisverfall bei Schweinefleisch in Österreich. Weil China spanisches Fleisch nicht mehr importiert, wird dieses in Europa verkauft und drückt die Preise, so der ORF.

Die Afrikanische Schweinepest hat massive Auswirkungen auf den heimischen Schweinemarkt. China hat eine Importsperre für spanisches Fleisch verhängt. In der Folge landet dieses Fleisch nun auf dem europäischen Markt und lässt die Preise fallen.

Laut ÖVP-Bauernbund besteht diese Situation bereits seit dem Vorjahr und hat schwerwiegende Folgen für die heimischen Produzenten. Der Preis sei derart eingebrochen, dass Landwirte aktuell bis zu 20 Euro Verlust pro Tier verzeichnen. Bauernbundpräsident Georg Strasser warnt vor einer Existenzgefährdung vieler Betriebe.

Dramatischer Rückgang bei Betrieben und Tierzahlen

Die Zahlen für Niederösterreich zeigen einen kontinuierlichen Abwärtstrend. Seit 2019 sank die Zahl der Schweinebetriebe von knapp 5.200 auf 3.800. Parallel dazu entwickelte sich die Produktion: Wurden 2019 noch 726.000 Schweine in Niederösterreich erzeugt, waren es 2025 nur noch 655.000. Strasser befürchtet eine weitere Abnahme.

Der Bauernvertreter appelliert an die Konsumentinnen und Konsumenten, bewusst einzukaufen. Diese würden täglich entscheiden, wie und wo Lebensmittel produziert werden. Der österreichische Ansatz mit Familienbetrieben und regionaler Kreislaufwirtschaft sei besonders, so Strasser.

Forderung nach einheitlichen EU-Standards

Der Verband Schweinehaltung Österreich und der Bauernbund verlangen europaweit gleich hohe Produktionsstandards. Die EU habe sich mit der vor wenigen Tagen vorgestellten Nutztierstrategie dazu bekannt, nun müsse dies aber auch umgesetzt werden.

Rupert Hagler, Obmann der österreichischen Schweinebörse, hebt hervor, dass Österreich durch die jüngste Änderung der gesetzlichen Rahmenbedingungen im europäischen Tierwohl-Ranking zwar aufgestiegen sei, langfristig aber an Wettbewerbsfähigkeit verloren habe. Hagler fordert wie Strasser eine verpflichtende Herkunftskennzeichnung in der Gastronomie. In öffentlichen Kantinen müsse österreichisches Fleisch Vorrang haben.

Quelle: https://noe.orf.at/stories/3362992/

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