Schweizer Spital lernt von Salzburger AltersTraumaZentrum

Eine Delegation aus der Schweiz hat sich am Universitätsklinikum Salzburg über die Versorgung älterer Unfallopfer informiert. Das seit 2021 bestehende AltersTraumaZentrum gilt österreichweit als Vorzeigemodell für interprofessionelle Zusammenarbeit.
Das AltersTraumaZentrum am Universitätsklinikum Salzburg zieht internationale Aufmerksamkeit auf sich. Eine Delegation des Kantonsspitals Baselland besuchte die Einrichtung mehrere Tage lang, um sich vor Ort über Behandlungspfade und Arbeitsabläufe zu informieren. Das Zentrum arbeitet seit 2021 und ist nach den Kriterien der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie zertifiziert.
Die Besonderheit des Salzburger Modells liegt in der engen Kooperation verschiedener Fachbereiche. Die Universitätsklinik für Orthopädie und Traumatologie unter Primar Thomas Freude und die Universitätsklinik für Geriatrie unter Primar Bernhard Iglseder arbeiten campusübergreifend am LKH und CDK zusammen. Patientinnen und Patienten über 70 Jahre mit Sturzverletzungen und zusätzlichem geriatrischem Behandlungsbedarf erhalten sowohl unfallchirurgische als auch internistisch-geriatrische Betreuung.
Spezieller Behandlungspfad für ältere Menschen
Ein eigener Behandlungspfad berücksichtigt die besonderen Bedürfnisse der älteren Patientengruppe. Dazu gehören Sturz- und Delirprophylaxe sowie die Behandlung von Begleiterkrankungen wie Demenz oder Osteoporose.
Die Abstimmung aller beteiligten Berufsgruppen erfolgt durch regelmäßige gemeinsame Teambesprechungen. „Diese Kommunikationsstrukturen und Schnittstellen standen daher auch im Fokus des Treffens“, erklärte Melanie Rudelstorfer, Pflegeexpertin für Alterstraumatologie und Delirmanagement an der Universitätsklinik für Orthopädie und Traumatologie.
Voneinander lernen
Der Besuch der Schweizer Delegation unterstreiche die Bedeutung intensiver interprofessioneller Zusammenarbeit über Landesgrenzen hinweg, so Rudelstorfer. Dadurch ließen sich Versorgungsqualität und Versorgungsstrukturen vulnerabler Patientengruppen kontinuierlich weiterentwickeln.
Die Salzburger Landeskliniken sind der größte Gesundheitsanbieter des Bundeslandes und beschäftigen etwas mehr als 7.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Jährlich werden mehr als 63.700 stationäre, 10.600 tagesklinische und 1,3 Millionen ambulante Patientinnen und Patienten versorgt.
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