Sechs Landjugend-Funktionäre schlossen Spitzenausbildung ab

Mona HopfingerMona Hopfinger
Landjugend feiert 75 Jahre: Sechs junge Leute halten Plakate mit Zeichnungen und Texten über die Organisation.
© Landjugend Oberösterreich

Sechs Bezirks- und Landesfunktionäre der Landjugend Oberösterreich haben eine aufZAQ-zertifizierte Spitzenfunktionärsausbildung erfolgreich abgeschlossen. Die Teilnehmer absolvierten 184 Einheiten und setzten eigene Projekte um.

Am Sonntag, dem 4. Oktober 2026, fanden in Geboltskirchen die Abschlusspräsentationen des diesjährigen aufZAQ-Lehrgangs für Landjugend-Spitzenfunktionäre statt. Insgesamt schlossen 22 Landjugend-Mitglieder die beiden parallel in Österreich durchgeführten Lehrgänge ab, sechs davon kamen aus Oberösterreich. Die Ausbildung dauerte sieben Monate.

Das aufZAQ-Zertifikat steht für Qualität bei Ausbildungen im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit. In drei Theoriemodulen bildeten sich die Teilnehmer in Rhetorik, Projektmanagement und Teamführung weiter. Zusätzlich zu den theoretischen Inhalten mussten die Absolventen mit ihrer Landjugend-Gruppe ein Projekt leitend umsetzen und ein Projekthandbuch erstellen.

Von Rhetorik bis Konfliktmanagement

In 184 Einheiten wurden die Teilnehmer von Trainern in unterschiedlichen Bereichen ausgebildet. Das Spektrum reichte von Rhetorik über Teambuilding und Konfliktmanagement bis hin zu Projektmanagement. Das erlernte Wissen konnte direkt in der Praxis angewendet werden, da im Zuge der Ausbildung ein Projekt umgesetzt werden musste.

Ein fixer Bestandteil jedes Projekts war die Zusammenarbeit mit Kindern und Jugendlichen im Ausmaß von mindestens 16 Stunden. Damit erfüllt die Fortbildung eines der Kriterien des aufZAQ-Zertifikats, das als Qualitätssiegel für Weiterbildungen in der Kinder- und Jugendarbeit gilt.

Vier Projekte im ländlichen Raum

Die sechs oberösterreichischen Absolventen setzten heuer vier Projekte um, von denen nicht nur die Landjugend, sondern der gesamte ländliche Raum profitiert.

Julia Ehrenmüller und Daniel Neundlinger von der Bezirksleitung Landjugend Bezirk Rohrbach realisierten zum 75-jährigen Bestehen das Jubiläumsprojekt „g'lebt, g'lacht, g'macht – 75 Jahre Landjugend Pracht“. Im Mittelpunkt stand ein selbstgeschriebenes Theaterstück, das mit einer fahrbaren Bühne in sechs Gemeinden des Bezirks aufgeführt wurde und über 1.400 Besucher begeisterte. 13 Kinder sammelten bei einem Theaterworkshop erste Bühnenerfahrung. Über 2.000 ehrenamtliche Stunden und 26 Proben flossen in das Projekt.

Rita Aigner, Landesleiterin der Landjugend Oberösterreich, gestaltete unter dem Titel „Landjugend sehen, hören, entdecken“ gemeinsam mit einem vierköpfigen Projektteam ein Mini-Kinderbuch. Darin stoßen die Geschwister Frieda und Hannes auf einem Spaziergang mit Papa Toni immer wieder auf die Landjugend. Ergänzt wird das Kinderbuch von zehn Hörgeschichten, die auf der Website ooe.landjugend.at zum Download bereitstehen. Zudem wurde ein Stationsbetrieb entwickelt, der die Landjugend für Kinder bei Veranstaltungen erlebbar macht.

Simon Diwold, Bezirksleiter der Landjugend Bezirk Perg, setzte das Projekt „PERGsteigen – Lieblingsplatzerl herzeigen“ um. Im Bezirk Perg entstehen an ausgesuchten Plätzen PERGsteigen-Rahmen, die zum Rasten einladen und als Fotopunkte dienen. Die Rahmen sollen auf Lieblingsplatzerl in der eigenen Umgebung aufmerksam machen und dazu einladen, die eigene Heimat neu zu entdecken. Zu den ausgewählten Plätzen werden wissenswerte Informationen auf der Website der Landjugend Bezirk Perg gestellt, die mittels QR-Code abrufbar sind.

Anna-Marie Grubmüller und Stefanie Berer von der Landjugend Bezirk Braunau leiteten das Projekt „Landjugend auf der Spur – 75 Jahre Gemeinschaft pur“ anlässlich des 75-jährigen Bestehens. Durch Interviews mit ehemaligen Funktionären wurde die Geschichte der Landjugend aufgearbeitet. Zwei Generationenstammtische mit über 100 aktiven und ehemaligen Bezirksfunktionären wurden veranstaltet. Höhepunkte des Projekts waren die Veranstaltungen „Best Of Braunau“ mit einer eigens gegründeten Landjugend-Musikkapelle sowie der Galaabend. Zudem wurde ein Kamishibai-Erzähltheater entwickelt, das mit Bildkarten die Geschichte von den Gänsen Gisela und Gustav erzählt. Passend dazu wurde eine 70-seitige pädagogische Planung entwickelt, damit das Erzähltheater in Schulen zum Einsatz kommen kann.

Quelle: https://ooe.landjugend.at/artikel/sechs-neue-spitzenfunktionaerinnen-fuer-die-landjugend-in-oberoesterreich

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