Senk fordert IT-Standards für alle Klassenzimmer

Die neue Bundesschulsprecherin Isabella Senk verlangt verbindliche Vorgaben für die digitale Ausstattung an Schulen. Das Bildungsministerium soll österreichweit erheben, wo es Lücken gibt, und einen Kriterienkatalog für IT-feste Klassenzimmer beschließen.
Die 18-jährige Isabella Senk, Schülerin der BHAK Zwettl, hat ihr Amt als Bundesschulsprecherin angetreten und nimmt das Bildungsministerium in die Pflicht. Sie fordert eine österreichweite Erhebung der digitalen Ausstattungslücken an Schulen. Darauf aufbauend soll ein verbindlicher Kriterienkatalog für IT-feste Klassenzimmer beschlossen werden.
„Von uns wird erwartet, dass wir digital lernen und arbeiten. Dann dürfen WLAN, funktionierende Geräte und ausreichend Steckdosen keine offene Frage sein. Basics sollten Basics sein. Dafür braucht es verbindliche Vorgaben und Umsetzung“, erklärt Senk.
Bestandsaufnahme soll Lücken sichtbar machen
Die Bundesschulsprecherin hat bei Besuchen an mehr als 40 Schulen und in Gesprächen mit Schülervertretern unterschiedliche Herausforderungen im Schulalltag kennengelernt. Eine österreichweite Bestandsaufnahme soll nun zeigen, wo die digitale Grundausstattung fehlt.
Der geforderte Kriterienkatalog soll klar festlegen, was ein Klassenzimmer für verlässlichen digitalen Unterricht braucht. Damit erhält die Bildungspolitik einen überprüfbaren Maßstab für ihre Digitalisierungsversprechen.
Mehr Wahlmöglichkeiten und einheitliche Lehrabschlussprüfung
Über die Grundausstattung hinaus will Senk Schülerinnen und Schülern mehr Möglichkeiten geben, ihre Stärken zu entwickeln. Zusätzliche Wahlpflichtgegenstände und Freifächer sollen eigene Interessen vertiefen. Flexible Lernzeiten sollen selbstständiges Arbeiten fördern, kostenlose Lerncafés gezielt bei Wissenslücken helfen.
„Schülerinnen und Schüler wollen etwas leisten. Schule muss ihnen die Möglichkeiten geben, über sich hinauszuwachsen. Dazu gehören Unterstützung, wenn es schwierig wird, und Freiraum, wenn jemand mehr kann“, so Senk.
Bei Abschlüssen setzt sie auf klare Standards: Nach dem Vorbild der Zentralmatura fordert die Bundesschulsprecherin eine zentral ausgestaltete Lehrabschlussprüfung mit bundesweit einheitlichen Anforderungen je Lehrberuf.
Quelle: OTS
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