Serenadenkonzerte in Niederösterreich starten Ende August

Mathias FischerMathias Fischer
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Von Ende August bis Anfang November finden in Niederösterreich die 66. Serenadenkonzerte statt. An elf historischen Orten werden klassische Lieder, Instrumentalmusik und Lesungen präsentiert.

Die älteste durchgehend bestehende Konzertreihe Niederösterreichs geht heuer in ihre 66. Ausgabe. Zwischen 30. August und 1. November werden an elf Orten im Bundesland Konzerte unter dem Motto „Musik am Ursprung“ veranstaltet. Die Schauplätze sind meist mit berühmten Musikerpersönlichkeiten verbunden. Im Mittelpunkt steht das klassische Lied, ergänzt durch Instrumentalmusik sowie Lesungen oder Rezitationen. Renommierte Künstlerinnen und Künstler sowie Nachwuchstalente der Klassikszene treten auf.

Auftakt mit Carl Zeller in St. Peter in der Au

Den Auftakt macht am 30. August um 18 Uhr die Carl-Zeller-Serenade im Schloss von St. Peter in der Au, dem Geburtsort des Operettenkomponisten. Die Sopranistin Alexandra Reinprecht, der Tenor Jörg Schneider und der Pianist Manfred Schiebel bringen Arien und Duette aus Zellers bekanntesten Operetten wie „Der Vogelhändler“, „Der Obersteiger“ und „Die Fornarina“ sowie eine Auswahl seiner Kunstlieder zu Gehör.

Schubert, Mozart und Beethoven an historischen Stätten

Am 6. September um 16 Uhr folgt die Schubert-Serenade im Schubert-Schloss Atzenbrugg. Der Countertenor Valer Sabadus und die Pianistin Akemi Murakami präsentieren unter dem Titel „Nacht und Träume“ Kunstlieder von Franz Schubert und Wolfgang Amadeus Mozart über Robert Schumann und Gabriel Fauré bis zu Hector Berlioz.

Die Schloss-Serenade im Schlosstheater Laxenburg am 13. September um 19 Uhr umfasst Lieder und Duette von Wolfgang Amadeus Mozart, Antonin Dvořák, Felix Mendelssohn Bartholdy und Gustav Mahler. Es singen die Sopranistin Camilla Nylund und die Mezzosopranistin Annely Peebo, begleitet vom Pianisten Pantelis Polychronidis.

Bei der Gottfried-von-Einem-Serenade am 19. September um 18 Uhr in der Kirche zur Heiligen Katharina in Oberdürnbach präsentieren der Bariton Daniel Gutmann und die Pianistin Andrea Linsbauer Lieder des Komponisten sowie Werke von Franz Schubert und Franz Lehár. Gerti Drassl trägt literarische Kostproben aus dem Werk von Lotte Ingrisch vor.

Die Beethoven-Serenade am 27. September um 16 Uhr im Haus der Kunst in Baden widmet sich Liedern von Ludwig van Beethoven, Wolfgang Amadeus Mozart und Franz Schubert. Der Bariton Rafael Fingerlos und die Pianistin Eloise Bella Kohn werden von Sophie Aujesky begleitet, die Lyrik und Prosa aus Klassik und Romantik rezitiert.

Raritäten und Exilmusik im Oktober

Am 4. Oktober um 17 Uhr stehen im Festsaal von Ruprechtshofen bei der Randhartinger-Serenade Kompositionen von Benedict Randhartinger und Franz Schubert sowie die selten aufgeführten „Deutschen Lieder“ von Ludwig Spohr auf dem Programm. Es musizieren der Bariton Clemens Unterreiner, die Violinistin Laura Gfrerer und der Pianist Andreas Fröschl.

Die Hugo-Wolf-Serenade am 11. Oktober um 18 Uhr auf der Burg Perchtoldsdorf bringt unter anderem Franz Schuberts „Deutsche Tänze“ sowie Hugo Wolfs „Mörike-Lieder“ zur Aufführung. Außerdem erklingen Werke von Erich Wolfgang Korngold sowie Lyrik von Novalis und Franz Schubert. Die Junge Philharmonie Wien unter Michael Lessky spielt, Solistinnen sind Rebecca Nelsen (Sopran) und Petra Morzé (Rezitation).

Am 16. Oktober um 19.30 Uhr lassen Benjamin Sattlecker (Bariton), Anne Harvey-Nagl (Violine), Bernadette Bartos (Klavier), Lena Fankhauser (Viola) und Mara Achleitner (Violoncello) bei der Schönberg-Serenade im Schönberghaus in Mödling Lieder und Streichtrios von Arnold Schönberg und Ludwig van Beethoven sowie Bearbeitungen aus dessen Liederzyklus „Lieder verschiedener Völker“ erklingen.

Die Joseph-Haydn-Serenade am 18. Oktober um 19 Uhr im Haydn-Geburtshaus in Rohrau spannt einen Bogen von der englischen Liedkultur mit Joseph Haydns „Canzonettas“ über Franz Schubert und Johannes Brahms bis zu englischsprachigen Liedwerken des 20. Jahrhunderts von Roger Quiltier. Der Tenor Kieran Carrel und der Pianist Ammiel Bushakevitz gestalten das Programm.

In der Ehemaligen Synagoge St. Pölten findet am 25. Oktober um 18.30 Uhr die Serenade des Exils statt. Neben Felix Mendelssohn Bartholdys Klaviertrio in d-moll, Gustav Mahlers „Rückert-Liedern“ sowie Werken von Erich Wolfgang Korngold und Lee Bradshaw erklingt auch „Panta rhei“ der 1939 emigrierten Komponistin Ursula Mamlok. Das Trio Delyria und die Mezzosopranistin Hagar Sharvit treten auf.

Finale mit Ernst Krenek in Krems

Den Abschluss bildet am 1. November um 17 Uhr die Krenek-Serenade im Salon Krenek in Krems. Der Tenor Thomas Ebenstein und die Pianistin Sarah Tysman bringen Ernst Kreneks „Reisebuch aus den österreichischen Alpen“ op. 62 in voller Länge zur Aufführung. Joseph Lorenz trägt Auszüge aus Kreneks autobiografischer Schrift „Im Atem der Zeit“ vor.

Nähere Informationen, das detaillierte Programm und Karten unter 02742/9005-4999, E-Mail serenadenkonzerte@noel.gv.at und www.serenadenkonzerte.at.

Quelle: OTS

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