Shamonda-Virus bei Rindern im Flachgau nachgewiesen

Pia ProdingerPia Prodinger
© Lukas Kosc / Pexels (Symbolbild)

Das Shamonda-Virus wurde in mehreren Betrieben im Flachgau festgestellt. Die Rinder leiden unter Fieber und schweren Durchfällen. Da keine Meldepflicht besteht, ist das tatsächliche Ausmaß der Verbreitung unklar, so der ORF.

Landesveterinärdirektor Peter Schiefer rechnet mit einer Dunkelziffer bei den Infektionen. Eine Meldepflicht für die Erkrankung existiere nicht. Die Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) führe derzeit Laboruntersuchungen durch, erklärte Schiefer. Alle Proben aus Österreich würden an dieses Labor geschickt, wodurch zumindest die geografische Ausbreitung dokumentiert werden könne.

Als Schutzmaßnahme sollen die Rinder nun vor den Überträgern bewahrt werden. Das Virus wird durch kleine Stechmücken, sogenannte Gnitzen, übertragen. Die Tiere sollen während der Morgen- und Abenddämmerung im Stall bleiben.

Wirtschaftliche Folgen für Landwirte

Besonders besorgniserregend seien mögliche Missbildungen bei Kälbern trächtiger Tiere, so der Landesveterinärdirektor. Das wirtschaftliche Schadenspotenzial sei generell erheblich. Der Rückgang der Milchproduktion stelle eine massive Einkommenseinbuße für die Landwirtschaft dar, ebenso die Kosten für notwendige Therapien. Sollten tatsächlich Missbildungen auftreten, sei heuer im Winter mit weiteren Ausfällen zu rechnen.

Für Konsumenten bestehe hingegen keine Gefahr. Milch und Fleisch könnten laut Schiefer bedenkenlos verzehrt werden.

Quelle: https://salzburg.orf.at/stories/3369775/

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