Silberfischchen sind nützliche Haushaltshelfer

Die kleinen Insekten mit der silbrig-glänzenden Farbe bevorzugen feuchte Räume wie Badezimmer oder Keller. Naturschutzexpertin Carolina Trcka-Rojas bezeichnet sie als „natürlichen Putztrupp“, der sich von Hautzellen, Haaren und Schimmel ernährt, so der ORF.
Silberfischchen bewegen sich schlängelnd über den Boden, was an kleine Fische erinnert. Ihre silbrig-glänzende Farbe, die an Edelmetallstückchen erinnert, gab ihnen den Namen, erklärt Carolina Trcka-Rojas vom Naturschutzbund. Die Insekten halten sich bevorzugt in kühlen Umgebungen mit hoher Luftfeuchtigkeit auf – etwa in Badezimmern, Toiletten, Küchen oder Kellern.
Reinigung statt Schaden
Die Expertin betrachtet Silberfischchen nicht als Schädlinge, sondern als nützliche Tiere. Sie ernähren sich von abgestorbenen Haaren, Hautzellen, Tapetenkleister und Schimmel. Damit fungieren sie als natürliche „Putztruppe“ und reinigen schwer erreichbare Stellen. An Bauwerken oder Eigentum richten sie keinen Schaden an.
Häufig werden die Insekten fälschlicherweise mit Schmutz in Verbindung gebracht, obwohl sie auch in sauberen Umgebungen in kleinen Ritzen vorkommen. Da sie lichtscheu sind, erscheinen sie hauptsächlich im Dunkeln. Wer das Licht einschaltet und sie sieht, muss nicht gleich von einer Plage ausgehen.
Warnsignal bei Massenauftreten
Werden plötzlich 20 bis 50 Silberfischchen mit freiem Auge sichtbar, deutet das auf ein Problem hin – beispielsweise auf Feuchtigkeitsansammlungen. Die Feuchtigkeit weicht Tapeten oder Holz auf oder führt direkt zu Schimmel. „Silberfischchen fressen Schimmel für ihr Leben gerne. Das bedeutet, es kommt zu einer gigantischen Populationsexplosion, wenn irgendwo hinter den Wänden Schimmel aufkommt“, so Trcka-Rojas. Sind die feuchten Stellen beseitigt, verschwindet die Massenpopulation von selbst.
Zwei Verwandte mit anderen Vorlieben
Das Silberfischchen hat zwei Verwandte. Die sogenannten Ofenfischchen findet man häufig in der Küche, in der Nähe des Backrohrs oder in Heizungsräumen, wo es warm ist. Sie ernähren sich von Staub, Müllresten oder ihren toten Artgenossen, erklärt die Expertin.
Das Papierfischchen hingegen ist ein unliebsamer Gast. Es fühlt sich dort wohl, wo auch Menschen sich wohlfühlen – beispielsweise im Wohnzimmer. Papierfischchen fressen gerne Zellulose und machen dabei auch vor Papier, Karton oder Tapeten nicht Halt. Besonders Altpapier oder Papierschnipsel ziehen sie an. Bei größerer Population können sie auch alte Dokumente oder Bücher beschädigen, warnt die Expertin vom Naturschutzbund.
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