Sitzenberg-Reidling erhält zwei neue Kindergartengruppen
In Sitzenberg-Reidling wurden zwei zusätzliche Kindergartengruppen und ein Bewegungsraum geschaffen. Das Land Niederösterreich fördert das Vorhaben mit über 890.000 Euro aus dem Schul- und Kindergartenfonds.
Die Gemeinde Sitzenberg-Reidling hat ihr Kinderbetreuungsangebot im Rahmen der niederösterreichischen Betreuungsoffensive ausgebaut. Zwei neue Kindergartengruppen sowie ein zusätzlicher Bewegungsraum stehen nun zur Verfügung. Familien-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister (ÖVP) betonte, dass mit dem Projekt wichtige Rahmenbedingungen für die Entwicklung und Betreuung der Kinder geschaffen würden. Die Finanzierung erfolgt über eine Zinsförderung von mehr als 890.000 Euro aus dem NÖ Schul- und Kindergartenfonds.
Niederösterreich führt bei Besuchsquoten
Der Monitoring-Bericht der Statistik Austria für das Jahr 2024/25 zeigt die Erfolge der Betreuungsoffensive in konkreten Zahlen. Bei den drei- bis fünfjährigen Kindern erreicht Niederösterreich eine Besuchsquote von 98,2 Prozent in Kindertagesheimen – der Spitzenwert im Bundesländervergleich.
Bei den null- bis zweijährigen Kindern liegt die Quote bei 38,6 Prozent, was einem Anstieg von 3,4 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr entspricht und Rang drei im Bundesvergleich bedeutet. In den Einzeljahren führt Niederösterreich bei den Zweijährigen mit 82,1 Prozent, bei den Dreijährigen mit 97,2 Prozent und bei den Vierjährigen mit 98,8 Prozent. Teschl-Hofmeister sieht darin einen Beleg für die gemeinsamen Bemühungen von Land und Gemeinden.
Über 600 Gruppen mit erhöhtem Fördersatz
Die NÖ Kinderbetreuungsoffensive startete im Herbst 2022 mit den Schwerpunkten: kostenloser Vormittag, leistbarer Nachmittag und bedarfsgerechtes Angebot in Wohnortnähe. Seither wurde für mehr als 600 Gruppen der erhöhte Fördersatz von 48,8 Prozent beschlossen. Teschl-Hofmeister dankte den Gemeinden für ihr Engagement.
Obwohl die Offensive bis Ende 2027 läuft, können bereits 99 Prozent der Gemeinden den ersten Zweijährigen einen Betreuungsplatz anbieten – entweder in der eigenen Gemeinde oder über Kooperationen mit Nachbargemeinden. Insgesamt investieren Land und Gemeinden bis Ende 2027 zusätzlich 750 Millionen Euro in den Ausbau der Kinderbetreuung.
Die Landesrätin verwies darauf, dass die Offensive an den richtigen Stellen ansetze: bei der Reduktion der Schließtage im Sommer sowie bei der bedarfsgerechten Verlängerung der Öffnungszeiten in den Einrichtungen.
Quelle: OTS