Slowakei plant Pipeline-Verbindung nach Schwechat

Mathias FischerMathias Fischer
Energiepipeline durch Slowakei mit EU-Sternen und Kalenderblatt September 2027
© Mit KI (Gemini) generiert

Die slowakische Regierung denkt über eine Anbindung ihres Ölleitungsnetzes an die OMV-Raffinerie in Schwechat nach. Wirtschaftsministerin Denisa Sakova macht das Projekt aber von EU-Förderungen abhängig.

Die Slowakei prüft eine Pipeline-Verbindung zur Raffinerie Schwechat in Niederösterreich. Das kündigte Wirtschaftsministerin Denisa Sakova (Voice-SD) an. Voraussetzung sei allerdings eine Finanzierung durch die Europäische Union.

Gleichzeitig räumte Sakova ein, dass die EU-Kommission keine Vorhaben mehr fördern wolle, die mit fossilen Energieträgern zu tun haben. Die Slowakei bemühe sich daher um eine Sondergenehmigung.

Öllager und Rückfluss geplant

„Wir bemühen uns um eine Ausnahmegenehmigung, damit die Slowakei weiterhin Mittel aus einem speziellen Energiepaket erhalten kann“, sagte die Ministerin am Donnerstag bei der Eröffnung der 20. Energoforum-2026-Konferenz in Tale in der Region Banská Bystrica.

Mit den europäischen Geldern könnten Öllager im Westen der Slowakei gebaut werden. Auch die Verbindung der Leitungen zwischen Schwechat und der slowakischen Raffinerie wäre damit möglich. Zudem könnte ein Rückfluss von Öl eingerichtet werden, der derzeit gemeinsam mit Tschechien getestet werde.

Russisches Gas läuft aus

Sakova erinnerte daran, dass die Slowakei ab September 2027 kein russisches Gas mehr beziehen könne. Das erhöhe den Druck auf alternative Energieversorgungswege.

Quelle: APA

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