Slowenisches Gymnasium Klagenfurt ohne Direktor

Pia Prodinger
© Mit KI (Gemini) generiert

Die Direktion des slowenischen Gymnasiums in Klagenfurt bleibt weiterhin unbesetzt. Die provisorische Leitung endet im Juli, eine neue Ausschreibung brachte keine Bewerbungen, so der ORF.

Das slowenische Gymnasium in Klagenfurt sucht seit Jahren vergeblich nach einer Schulleitung. Schon vor zwei Jahren hatten sich drei Personen auf die Position beworben, doch ihnen fehlte die erforderliche zweijährige Fortbildung. Obwohl die Bildungsdirektion zunächst zusicherte, dass diese Ausbildung während der Anstellung nachgeholt werden könne, wurden die Bewerbungen schlussendlich nicht zugelassen.

Die daraufhin eingerichtete Übergangslösung läuft nun aus. Die interimistische Direktorin möchte wieder in den Lehrberuf zurückkehren.

Keine Bewerbungen bei neuer Ausschreibung

Eine weitere Ausschreibung der Stelle verlief erfolglos – es gab keine einzige Bewerbung. Monika Novak-Sabotnik, die sich für eine Führungskräfteausbildung angemeldet hat, wird nicht eingesetzt. Die Bildungsdirektion befürchtet, ihr dadurch einen unfairen Vorteil gegenüber künftigen Bewerbenden zu verschaffen.

Stattdessen soll der dienstälteste Lehrer die Schule für ein Jahr kommissarisch führen.

Bildungsdirektion pocht auf Chancengleichheit

Sabine Sandrieser, Abteilungsleiterin für Minderheitenschulwesen in der Kärntner Bildungsdirektion, verweist auf die gesetzlichen Vorgaben: „Wir haben ganz klare gesetzliche Regelungen. Und zwar sieht diese auch vor, dass eben, wenn sich jemand beworben hat und es mehrere Bewerberinnen und Bewerber gegeben hat, wir somit ein Präjudiz schaffen würden und dieser Kollegin dann einen Vorteil verschaffen würden. Und das wollen wir verhindern. Wir wollen, dass wirklich alle dieselbe Chance bekommen.“

Auf den Hinweis, dass nach zwei erfolglosen Ausschreibungen nun endlich eine Interessentin vorhanden sei, antwortet Sandrieser, dass die Behörde den gesetzlichen Bestimmungen folgen müsse. Die Kollegin habe die Möglichkeit, sich bei der nächsten Ausschreibung zu bewerben. Dann werde entschieden, wer die Schulleitung übernehme.

Sandrieser betont zudem die Bedeutung der Qualifikation: „Ich denke, man muss das wirklich sachlich betrachten, auch die Bewerberinnen und Bewerber. Wenn die Voraussetzungen nicht erfüllt werden, dann muss ich zuerst schauen, dass ich genau diese Qualifikation erwerbe oder eine vergleichbare Qualifikation erwerbe und dann kann ich mich ja bewerben.“

Keine Zusammenlegung geplant

Die Vermutung, dass bewusst unzureichende Lösungen akzeptiert werden, um eine Zusammenlegung der Direktionen des slowenischen Gymnasiums und der zweisprachigen Bundeshandelsakademie vorzubereiten, weist Sandrieser zurück. Sie verweist allerdings darauf, dass die Zukunft der Schulleitungen in sogenannten Schulclustern liege. Alle Betroffenen müssten in die Entscheidungsfindung einbezogen werden.

Quelle: https://kaernten.orf.at/stories/3362451/

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