Sommerschule in NÖ: 208 Standorte und 1.900 Pflichtteilnehmer
In Niederösterreich findet die Sommerschule heuer von 24. August bis 4. September statt. Die Zahl der Standorte steigt von 162 auf 208. Für Kinder in Deutschförderklassen ist die Teilnahme erstmals verpflichtend.
Die Sommerschule in Niederösterreich wird heuer an 208 Standorten angeboten, wie Bildungslandesrätin Christiane Teschl-Hofmeister (ÖVP) am Sonntag mitteilte. Im Vorjahr waren es noch 162 Standorte gewesen. Das Angebot läuft von 24. August bis 4. September. Ziel sei es, dass die Schülerinnen und Schüler bestmöglich vorbereitet ins neue Schuljahr starten können.
Insgesamt werden 450 Pädagoginnen und Pädagogen sowie 280 Studierende die Unterrichtseinheiten abhalten. Die Zahl der Bewerbungen lag deutlich über den verfügbaren Einsatzmöglichkeiten: Rund die Hälfte der Interessierten komme zum Einsatz.
Erstmals Teilnahmepflicht für bestimmte Schülergruppen
Für Kinder in Deutschförderklassen oder solche, die erst im Sommersemester als außerordentliche Schülerinnen und Schüler aufgenommen wurden, ist die Sommerschule in den letzten beiden Ferienwochen heuer bundesweit erstmals verpflichtend. In Niederösterreich betrifft das 1.900 Kinder und Jugendliche. Sie sollen beim Erwerb der Unterrichtssprache Deutsch bestmöglich unterstützt werden.
Im Vorjahr besuchten österreichweit 41.000 Schülerinnen und Schüler freiwillig die Sommerschule, unter anderem in der Volksschule in St. Andrä-Wördern (Bezirk Tulln). Dort fand der Unterricht in Kleingruppen von acht statt wie üblich 26 Kindern statt.
Im Mittelpunkt stand die Wiederholung des Lernstoffs aus dem Vorjahr. „Dadurch, dass wir mehr Zeit haben, können wir viel lockerer arbeiten und den Kindern, obwohl sie auf die Ferien verzichten, einen Input geben, der sie nach vorne bringt“, so Lehrer Christian Rischanek.