Sonnenfinsternis am 12. August in Österreich zu sehen

Mathias FischerMathias Fischer
Sonnenfinsternis: Der Mond bedeckt die Sonne, der Korona leuchtet hell am dunklen Himmel.
© Brian Wolf / Pexels (Symbolbild)

Am Abend des 12. August verdeckt der Mond in Österreich zwischen 84 und 89 Prozent der Sonne. Das Spektakel startet gegen 19.20 Uhr und erreicht seinen Höhepunkt mit dem Sonnenuntergang um etwa 20.15 Uhr, so der ORF.

Während in Spanien und Island eine totale Sonnenfinsternis beobachtet werden kann, wird in Österreich ein Großteil der Sonne vom Mond bedeckt sein. Gerhard Kermer, Vorsitzender des Vereins Antares, der die Niederösterreichische Volkssternwarte in Michelbach (Bezirk St. Pölten) betreibt, erklärt: „Ganz so dunkel wie bei einer totalen Finsternis wird es zwar nicht, aber das Licht wird deutlich fahler und es wird spürbar dunkler.“

Spezielle Schutzbrille erforderlich

Für die Beobachtung ist eine geeignete Finsternisbrille unerlässlich. Der direkte Blick auf die Sonne – ob mit bloßem Auge oder durch ein Teleskop – kann zu dauerhaften Augenschäden führen, selbst wenn der Mond einen großen Teil verdeckt. Eine gewöhnliche Sonnenbrille reicht nicht aus.

Wer noch eine alte Finsternisbrille besitzt, sollte diese auf Beschädigungen prüfen. Schon kleinste Schäden machen sie unbrauchbar, warnt Kermer. Wichtig ist zudem ein freier und möglichst tiefer Blick nach Westen. Die Wetterprognose deutet auf gute Sichtbedingungen hin.

Beobachtung vor Ort und online

Verschiedene Sternwarten und Einrichtungen bieten gemeinsame Beobachtungsveranstaltungen an. Wer nicht rechtzeitig nach draußen kommt, kann die Sonnenfinsternis im Livestream verfolgen. Die Europäische Weltraumorganisation (ESA) überträgt das Ereignis aus dem Observatorio Astrofísico de Javalambre in Teruel in Spanien.

Perseiden-Sternschnuppen in der Nacht danach

Direkt nach der Sonnenfinsternis folgt ein weiteres Himmelsereignis. In der Nacht auf Donnerstag erreicht der Meteorstrom der Perseiden seinen Höhepunkt. Unter optimalen Bedingungen sind bis zu 100 Sternschnuppen pro Stunde möglich. Die besten Chancen bestehen ab Mitternacht. Teleskop oder Fernglas sind nicht notwendig.

Am besten eignet sich ein dunkler Ort außerhalb von Städten und Ortschaften, fernab von Straßenbeleuchtung und Lichtverschmutzung. „Einfach auf den Liegestuhl oder in die Wiese legen und in den Himmel hinaufblicken“, empfiehlt Kermer. Die Neumondnacht schafft zusätzlich ideale Bedingungen.

Quelle: https://noe.orf.at/stories/3366356/

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