Sonnenfinsternis lockte Hunderte auf Sternwarten

Mathias FischerMathias Fischer
Sonnenfinsternis mit leuchtender Korona vor schwarzem Himmel
© Brian Wolf / Pexels (Symbolbild)

Am Mittwoch versammelten sich in Niederösterreich zahlreiche Interessierte, um die stärkste partielle Sonnenfinsternis seit 1999 zu beobachten. Allein auf der Volkssternwarte Michelbach verfolgten mehrere hundert Menschen das Himmelsspektakel, so der ORF.

Bei astronomischen Zentren und Sternwarten in Niederösterreich kamen am Mittwoch zahlreiche Schaulustige zusammen, um die partielle Sonnenfinsternis zu erleben. Auf der Niederösterreichischen Volkssternwarte Michelbach im Bezirk St. Pölten blickten mehrere hundert Personen gemeinsam in den Abendhimmel.

Mit speziellen Schutzbrillen beobachteten die Anwesenden, wie sich der Mond vor die Sonne schob. Teleskope und weitere optische Geräte ermöglichten einen genaueren Blick auf das Ereignis.

„Es war faszinierend, wie sich die Mondscheibe vor die Sonnenscheibe geschoben hat und das gerade beim Maximum auch die Sonne untergangen ist“, sagte Gerhard Kermer, Vorsitzender der Sternwarte Michelbach.

Knapp 90 Prozent Verfinsterung in Österreich

Eine Sonnenfinsternis entsteht nur bei Neumond, wenn Sonne, Mond und Erde auf einer Linie stehen und sich der Mond zwischen Sonne und Erde schiebt. Während in Grönland, Island und Nordspanien am Mittwochabend eine totale Sonnenfinsternis zu sehen war, erlebte Österreich eine partielle Finsternis mit knapp 90 Prozent Verdunkelung. Es handelte sich um die stärkste Sonnenfinsternis seit 1999.

Dank günstiger Wetterbedingungen und wolkenlosem Himmel ließ sich das Phänomen an geeigneten Standorten bestens verfolgen. Die Sonne zeigte sich sichelförmig über dem Horizont. „Am Ende hat sie ausgeschaut wie ein goldener Paragleiter“, staunte die neunjährige Nina Kuchar aus Traisen (Bezirk Lilienfeld), die das Spektakel von der Sternwarte Michelbach aus beobachtete.

Der genaue Beobachtungszeitraum und die Stärke der Verfinsterung variierten innerhalb Österreichs leicht. Nach etwas mehr als 50 Minuten endete das Naturschauspiel kurz nach 20.10 Uhr mit dem Sonnenuntergang. Die nächste totale Sonnenfinsternis, die von Österreich aus sichtbar sein wird, ist erst für das Jahr 2081 angekündigt.

Auch nach Sonnenuntergang blieben die Besucherinnen und Besucher der Sternwarte dem Himmel zugewandt. Denn von Mittwoch auf Donnerstag fand ein weiteres Himmelsereignis statt: Der Sternschnuppenschauer der Perseiden erreichte in dieser Nacht seinen Höhepunkt.

Quelle: https://noe.orf.at/stories/3366748/

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